DAX: Allzeithoch als Widerstand bestätigt

Auch zu Beginn der neuen Handelswoche setzte sich zunächst der kurzfristig dynamische Aufwärtstrend beim deutschen Blue Chip Index mit der Herausbildung eines neuen Jahreshochs weiter fort. Knapp 15 Punkte unterhalb des Allzeithochs vom April 2015 um 12.390 Punkte stellten sich dann jedoch erste Gewinnmitnahmen ein, so dass im Sinne eines psychologischen Ankers das Allzeithoch als charttechnisches Widerstandsniveau seine Bestätigung fand.

Ein „Luftholen“ passt auch zum Abbau der kurzfristig markant „überkauften“ Situation und stellt insgesamt den laufenden Aufwärtstrend beim DAX auf eine „gesündere“ Basis. Ein erstes Kursziel für eine fortgesetzte Konsolidierung ist mit der Unterstützung um 12.160 Punkten zu nennen. Wird diese Marke unterschritten, muss sogar mit der Ausweitung der Konsolidierung bis 11.890 Punkten gerechnet werden. Was die aktuelle Lage unter sentiment-technischen Gesichtspunkten sehr interessant macht, ist die Diskrepanz zwischen der kurzfristig positiven Stimmung und der im langfristigen Kontext deutlich nachlassenden Kaufbereitschaft der Investoren. Letztere lässt sich am sinkenden „strategischen Bias“ ablesen, die sich mit Blick auf die Befragung vom Freitag sogar im negativen Terrain befindet (siehe aktuelle Erhebungen von sentix und animusX). Da dieser Indikator seit Jahresbeginn deutlich gefallen ist, lässt sich eine generelle strategische Kaufbereitschaft unter den Investoren gegenwärtig nicht ausmachen. Auf Basis dieses Sentiments rechnet die Mehrheit der Investoren kurzfristig zwar mit dem Überwinden des Allzeithochs, würde dieses markante charttechnische Zeichen jedoch noch nicht als ein strategisches Kaufsignal interpretieren.

Die Etablierung von nachhaltigen Kursen über dem Allzeithoch von 12.390 Punkten beim DAX wäre jedoch im längerfristigen Kontext als ein neues Investmentkaufsignal zu sehen. Auf Basis der damit zum Abschluss gebrachten Konsolidierung von April 2015 und Februar 2016 ließe sich sogar ein Kurspotenzial bis 14.670 Punkten (dem 161,8%-Fibonacci Retracement der Konsolidierungsbewegung) ableiten. Kurzfristig steht zunächst jedoch eine fortgesetzte Konsolidierung auf der Agenda.

1. Widerstand 12.390 / 2. Widerstand 13.200

1. Unterstützung 12.160 / 2. Unterstützung 11.890

 

 

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