DAX: Nachösterlicher Fehlstart

Nach dem verlängerten Osterwochenende startete der deutsche Blue Chip-Index zunächst recht freundlich in den gestrigen Handel. Jedoch schon bald belastete dann ein merklicher Angebotsüberschuss die Kursentwicklung beim DAX, so dass im weiteren Verlauf auch das lokale Reaktionstief des kurzfristigen Abwärtstrends vom Dienstag letzter Woche um 12.050 Punkte unterschritten wurde.

Mit dem Unterschreiten des lokalen Reaktionstiefs um 12.050 Punkte wurde zugleich auch die untere Begrenzung des (flach) verlaufenden aufwärts gerichteten Trendkanals, der sich ab Anfang Februar herauskristallisiert hat, verletzt (siehe Grafik). Damit ergibt sich unter charttechnischen Gesichtspunkten ein weiter gehendes Anschlussrisiko bis zum nächsten Reaktionstief in Bezug auf den mittelfristigen Aufwärtstrend um 11.850 Punkte. Dem intakten langfristigen Aufwärtstrend sollte jedoch auch eine solche Verlängerung der Konsolidierung wenig anhaben können. Hier kann aktuell noch kein übergeordneter „formationstechnischer Topbildungsprozess“ abgeleitet werden.

Daneben ist zu erkennen, dass die zuvor „überkaufte“ Lage nicht nur abgebaut wurde, sondern sich der Index bereits in einer kurzfristig „überverkauften“ Situation befindet (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik). Dies passt zum sentiment-technischen Bild, wo mit Blick auf die aktuellen Befragungen der Marktteilnehmer im kurzfristigen Bereich eine negative Erwartungshaltung besteht. In diesem Zusammenhang sollte die aktuelle Kursentwicklung beim DAX genau betrachtet werden, denn es ist damit gerade sentiment-technisch die Basis vorhanden, die einen „überraschend“ schnellen Übergang zu einem neuen „positiven“ Trendimpuls erzwingen kann.

1. Widerstand 12.245 / 2. Widerstand 12.375

1. Unterstützung 11.890 / 2. Unterstützung 11.850

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