Eurozone startet mit kräftigem Wachstum ins Jahr 2017

Die Wirtschaft des Euroraums hat 2017 mit einem starken Auftakt begonnen. Das Wirtschaftswachstum des Währungsgebiets steigerte sich im ersten Quartal 2017 gemäß der ersten Schätzung auf +0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit konnte die Dynamik gegenüber dem Schlussquartal 2016 gehalten werden. Eine Aufschlüsselung des Wirtschaftswachstums wurde noch nicht veröffentlicht.

Einige Mitgliedsländer der EWU haben ebenfalls schon erste Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bekanntgegeben. Dabei verzeichneten Spanien mit einem Plus +0,8 Prozent sowie Belgien und Österreich mit jeweils +0,5 Prozent robuste Quartalszuwachsraten. Etwas langsamer ging es in Frankreich mit +0,3 Prozent voran. Details aus Frankreich und Österreich zeigen, dass gerade die Bruttoanlageinvestitionen jeweils kräftig zugelegt haben.

Dass die Quartalsentwicklung für die EWU ein robustes Ergebnis aufweisen würde, haben schon die vorauslaufenden Frühindikatoren signalisiert. Die Stimmungslage unter den europäischen Einkaufsmanagern hat sich im ersten Quartal von Monat zu Monat verbessert und erreichte im April schließlich ein neues Langzeithoch mit dem höchsten Zählerstand seit 72 Monaten. Sowohl die Dienstleister als auch die Industrieunternehmen vermeldeten eine bessere Stimmung.

Damit zeigen sich die Konjunkturperspektiven für den Euroraum Anfang Mai wieder deutlich positiver. Untermauert wird dies auch durch den von uns berechneten DZ BANK Euro-Indikator. Nachdem der Indikator im Anfangsquartal 2017 eher auf eine verhaltene Dynamik auf hohem Niveau hingedeutet hatte, weist die aktuelle Entwicklung des DZ BANK Euro-Indikators eine deutliche Verbesserung auf, die maßgeblich durch günstigere Daten aus der europäischen Industrie und durch eine positivere Grundstimmung der privaten Haushalte getragen wird.

Vor diesem Hintergrund prognostizieren wir für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr unverändert eine Zuwachsrate von 1,6 Prozent, wobei die Dynamik in den ausstehenden Quartalen nur leicht hinter der des ersten Quartals zurückbleiben dürfte.

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