DAX: Verlustserie setzt sich fort

Auch gestern zeigte sich am deutschen Aktienmarkt ein fortgesetzter Angebotsüberschuss. Die Verlustserie, die bereits in der vergangenen Handelswoche ihren Anfang genommen hatte, setzte sich somit fort. Ein übergroßer Verkaufsdruck kam dabei zwar nicht auf. Die Verletzung der unteren Begrenzung des aufwärts gerichteten Trendkanals stellt allerdings einen Malus dar (siehe Grafik).

Aktuell gelingt es dem DAX nicht, aus seiner kurzfristig „überverkauften“ Lage (siehe „Projection Oscillator“ im Chart) Kapital zu schlagen. Auch die Annäherung an die untere Begrenzung der seit Mitte Mai eher als Handelsspanne zu betrachtenden Gesamtbewegung verleitet die Börsianer bis dato nicht, den Index wieder nach oben zu treiben. Solange wichtige charttechnische Unterstützungsmarken nicht verletzt werden – und dazu gehört im kurzfristigen Kontext insbesondere die 12.500 Punkte-Marke – bleibt das charttechnische Gesamtbild jedoch noch konstruktiv. Insbesondere der ab dieser Handelswoche nach oben drehende und für die kommenden Wochen Rückenwind bietende „Dekadenzyklus“ sollte seine Wirkung entfalten und das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer stützen.

Was wir jedoch zwingend benötigen, ist der entsprechende charttechnische Stärkebeweis. Ein deutliches Abprallen nach oben, am besten mit einer längeren weißen Tageskerze, wäre daher vonnöten, um zu signalisieren, dass sich noch einmal ein Aufwärtsimpuls etablieren kann. Das nächste Trading-Ziel lautet dann 13.140 Punkte (161,8%-Fibonacci-Retracement der letzten Konsolidierungsbewegung; siehe Grafik). Ohne einen solchen Stärkebeweis könnte sich die laufende Verlustserie im kurzfristigen Kontext noch bis 12.500 Punkte ausweiten. Spätestens dort sollte dann aber ein tragfähiger Boden gefunden werden.

1. Widerstand 12.950 / 2. Widerstand 13.120

1. Unterstützung 12.620 / 2. Unterstützung 12.500

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