EWU mit beschleunigtem Wachstum – Prognose angehoben

Das Wirtschaftswachstum des Euro-Raums belief sich im zweiten Quartal 2017 gemäß einer ersten Schätzung auf +0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit konnte die Dynamik nochmal leicht gesteigert werden – der Euro-Raum nimmt immer mehr an Fahrt auf. Und es zeigt sich, dass sich das Wachstum auch auf mehr Schultern verteilt.

Denn unter den größeren Mitgliedsländern, die schon erste Schnellschätzungen veröffentlicht haben, ist der Trend positiv. Spanien und Österreich liegen mit jeweils +0,9 Prozent Quartalswachstum bisher an der Spitze. Auch die französische Volkswirtschaft verzeichnete mit einem Zuwachs von +0,5 Prozent ein robustes Ergebnis. Etwas langsamer ging es in Belgien mit einer Rate von +0,4 Prozent zu.

Die vorauslaufenden Frühindikatoren hatten für die EWU bereits ein robustes Ergebnis erwarten lassen. So hat sich die Stimmungslage unter den europäischen Einkaufsmanagern im zweiten Quartal auf hohem Niveau gehalten, der Index fiel sogar so hoch aus wie seit dem Jahr 2011 nicht mehr. Trotz einer leichten Abschwächung im Juli lässt das Stimmungsbarometer auf ein weiterhin kräftiges Wachstum schließen.

Untermauert werden die freundlichen Konjunkturperspektiven auch durch den von uns berechneten DZ BANK Euro-Indikator. Im Juni war der Indikator, der wirtschaftliche Wendepunkte frühzeitig signalisiert, auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2007 angestiegen. Im Juli konnte er das erreichte Niveau halten. Trotz leichter Einbußen beim Konsumentenvertrauen bleiben gerade die Verbraucher sehr optimistisch im Hinblick auf die allgemeine Wirtschaftsentwicklung und auch hinsichtlich ihrer persönlichen Einkommen in den kommenden zwölf Monaten. Damit ist die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen sogar auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 angestiegen – ein günstiges Vorzeichen für den weiteren Verlauf der privaten Konsumausgaben.

Vor diesem Hintergrund prognostizieren wir für das EWU-Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr eine Zuwachsrate von 2,0 Prozent, wobei die Dynamik in den ausstehenden Quartalen nur leicht hinter der des ersten Halbjahrs zurückbleiben dürfte.

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