DAX: Erholungsbewegung kommt ins Stocken

Nachdem bereits am Dienstag auf niedrigem Niveau erste Zukäufe am deutschen Aktienmarkt durchgeführt worden waren, erlahmte das neue Kaufinteresse am gestrigen Handelstag doch recht schnell wieder. Am Nachmittag etablierte sich sogar erneut ein deutlicher Angebotsüberschuss.
Mit dem Ausschöpfen der ersten Anschlussrisiken im weiterhin intakten mittelfristigen Abwärtstrend von Mitte Juni bis 12.090 Punkte (dem 161,8%-Fibonacci-Retracement der letzten Erholungsbewegung, siehe Grafik), setzte sich somit nur eine Erholungsbewegung beim DAX durch. Um eine weiter gehende Stabilisierung einzuläuten, bedarf es eines nachhaltigen Sprungs über das Tageshoch vom 26. Juli (12.340 Pkt.). Dieses befindet sich dabei auch im Bereich der ehemaligen charttechnischen Unterstützungs-, bzw. jetzt Widerstandszone bei 12.320 Punkten.
Dass die seit Mitte Juni laufende abwärts gerichtete Bewegung beim DAX aktuell noch recht moderat verläuft, liegt nicht zuletzt an der unverändert robusten Wall Street, wo die wichtigsten US-amerikanischen Aktienindizes in der Nähe der Allzeithochs notieren. Immer stärker gelangen jedoch die internationalen Aktienmärkte in ein ungünstig zu interpretierendes zyklentechnisches Fahrwasser. Sowohl der US-amerikanische Präsidentschaftswahlzyklus (das Jahr 2017 ist ein „Nachwahljahr“) als auch der „Dekadenzyklus“ signalisieren ab der ersten Augusthälfte, dass mit dem Übergang zu einer deutlichen Korrekturphase gerechnet werden muss. Für den DAX bedeutet dies, dass auf der Unterseite auch im kurzfristigen Kontext noch charttechnische Risiken bis zum Reaktionstief vom 20. April (11.940 Punkte) lauern.

1. Widerstand 12.320 / 2. Widerstand 12.500
1. Unterstützung 12.090 / 2. Unterstützung 11.940

 

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