DAX: Kein Aufbäumen zu erkennen

Nach ungünstigen Vorgaben aus dem US-Späthandel, in dem die wichtigsten Indizes ihre Tagesgewinne hatten dahinschmelzen sehen, eröffnete der DAX gestern schwach. Auch im weiteren Handelsverlauf dominierten die Verkäufer. Sie trieben den deutschen Blue Chip-Index zum vierten Male seit Ende Juli auf die charttechnische Unterstützung rund um die 12.100 Punkte-Marke.
Seit Juni dominiert ein mittelfristiger Abwärtstrend. Der lediglich flache Handelsverlauf der vergangenen zweieinhalb Wochen im Korridor zwischen etwa 12.320 und 12.100 Punkten muss als Gegenbewegung/Aufwärtsreaktion im Rahmen dieses Abwärtstrends interpretiert werden, da kein entscheidender Befreiungsschlag nach oben gelang. Insgesamt bedeutet dies, dass das deutsche Aktienmarktbarometer seinen abwärts gerichteten Pfad fortsetzen dürfte. Auf der Unterseite sind dabei zunächst weitere charttechnische Risiken bis zur 200 Tage-Linie (akt. 11.900 Pkt.) zu erkennen.
Das Problem sind jedoch nicht diese (doch recht überschaubaren) kurzfristigen Anschlussrisiken, sondern die Gefahr, dass die Etablierung eines längerfristigen Hochpunkts droht. Alle wesentlichen übergeordneten technischen Aktienmarktzyklen („Dekadenzyklus“ und „US-Präsidentschaftswahlzyklus“) verlaufen für die nächsten Wochen/Monate abwärts gerichtet. Die Mehrheit der Marktteilnehmer interpretiert den laufenden Abschwung jedoch lediglich als „gesunde Korrektur“ – und genau dieser Punkt macht die Sachlage am Aktienmarkt so sensibel.

1. Widerstand 12.320 / 2. Widerstand 12.500
1. Unterstützung 12.090 / 2. Unterstützung 11.940

 

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