Gute Perspektiven für den Euro Stoxx 50

Die Kursentwicklung des Euro Stoxx 50 ist im Vergleich zu den US-Börsenindizes zuletzt deutlich zurückgefallen. Während die US-Indizes Rückenwind durch den Aufschwung bei Finanz- und Technologie-Titeln erfuhren, hemmten hierzulande Krisen den Kursaufschwung.
Hinsichtlich des erwarteten Gewinnzuwachs 2017/18 für Euro Stoxx 50 und S&P 500 (10-12% p.a.) gibt es kaum Unterschiede, so dass sich beide Indizes in dieser Kategorie Remis stellen. Jedoch könnte Europa wieder Trumpf für Anleger werden, weil die Bewertung des Euro Stoxx deutlich günstiger ist als in den USA und Europa damit wieder interessant wird für internationale Investoren. Selten zuvor in der Geschichte der Aktienindizes fiel die transatlantische KGV-Differenz so hoch aus. Die US-Börseneuphorie rund um Trump dürfte hingegen weiter verblassen.

Das politische Länderrisiko in den Ländern, in denen die deutliche Mehrheit der Euro Stoxx 50-Unternehmen beheimatet ist, scheint überschaubar. Italien bleibt in Anbetracht bekannter Probleme (Politik, Verschuldung, Banken) ein Störenfried, der 2018 über die Marktstimmung wirken könnte.
Dank des überdurchschnittlichen Gewinnwachstums der Unternehmen und der hohen Dividendenattraktivität im Vergleich zu anderen Indizes (3,4% für das Geschäftsjahr 2017) schätzen wir die Kursperspektiven des Euro Stoxx 50 positiv ein. Der Index gehört zu den wenigen Aktienmarktindizes weltweit, die historisch gesehen noch nicht zu teuer erscheinen.

Weil aus unserer Sicht ein Risiko für zunehmende Schwankungen bestehen bleibt, drängen sich auf aktuellem Kursniveau keine massiven Engagements auf. In der nach dem bevorstehenden Ende der Berichtssaison nachrichtenarmen Zeit ist kaum damit zu rechnen, dass Anleger am Aktienmarkt einen Ausreißer nach oben verpassen. Alternativ bietet sich eine Stückelung der Anteilskäufe an, um wenigstens etwas zu partizipieren. Durch erhebliche Zuflüsse von ausländischen Käufern könnte der Euro Stoxx 50 in den kommenden Monaten dann stärker an Fahrt aufnehmen, realistischer Weise dürften diese Investoren aber noch die Ergebnisse der Bundestagswahl abwarten.

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