Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum steigen unbeeindruckt weiter

Die europäischen Einkaufsmanagerindizes signalisieren für das dritte Quartal weiterhin eine gute wirtschaftliche Lage im Euro-Raum. Nach etwas schwächeren Stimmungswerten bei den Dienstleistern in den Vormonaten, waren die Serviceanbieter im September wieder zuversichtlicher. Die Industrie zeigt sich ungebrochen kräftig und übernimmt immer mehr die Rolle des konjunkturellen Zugpferds. Der höhere Außenwert des Euro spielt hier scheinbar keine Rolle. Im Quartalsmittel fällt die Beurteilung der Einkaufsmanager – gemessen am Composite-Index – zwar leicht niedriger aus als im Vorquartal, trotzdem stehen die Zeichen gemäß der Umfrage weiterhin sehr deutlich auf Wachstum.

Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 55,7 auf 56,7 Indexpunkte, das ist der höchste Stand seit vier Monaten. Dabei legten sowohl das Stimmungsbarometer für den Dienstleistungsbereich als auch der Index für die Industrie zu. In der Industrie wurde sogar der höchste Wert seit 77 Monaten erreicht. Auftragslage, Produktion und Beschäftigungsabsichten werden durchweg sehr günstig bewertet. Der kräftigen Konjunkturerholung steht damit auch im dritten Quartal kaum etwas im Wege.

Die deutschen Einkaufsmanager blieben auch im September sehr optimistisch. Im Industriebereich stieg das Stimmungsbarometer um 1,7 Zähler und notiert auf Basis der vorläufigen Daten bei 61,8 Indexpunkten. Aber auch die Dienstleister konnte ihre Schwächephase der vergangenen Monate ablegen und waren spürbar optimistischer. Beides ließ zusammen den Composite-Index in Deutschland im September um zwei Zähler auf 57,8 Punkte ansteigen. Insgesamt fällt der Quartalsdurchschnitt zwar etwas geringer aus als noch im zweiten Quartal. Dennoch, für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Vierteljahr 2017 signalisieren die Umfrageergebnisse eine erneut kräftige Wachstumsrate.

Auch die französische Privatwirtschaft zeigt sich auf Basis der Befragungsergebnisse äußerst zuversichtlich. Der umfassende Composite-Index verbesserte sich und notierte im September bei 57,2 Zählern nach 55,2 Indexpunkten im Vormonat. Die deutliche Stimmungsverbesserung ist dabei auf den Dienstleistungsbereich zurückzuführen, der sich in den drei vorangegangenen Monaten etwas schwächer gezeigt hatte. Der Index der Dienstleister konnte im September die leichte Delle aber wieder ausgleichen. Das Stimmungsbarometer für die Industrie verbesserte sich erneut und stieg damit den vierten Monat in Folge. Das insgesamt hohe Niveau des Composite-Index lässt weiterhin auf eine Fortsetzung des Wirtschaftswachstums in Frankreich hoffen, auch wenn er im Durchschnitt des dritten Quartals leicht schwächer ausgefallen ist als noch im zweiten Quartal.

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