Bitcoin steht vor turbulenten Zeiten, Kryptowährungen bleiben aber attraktiv

Die Digitalwährung Bitcoin hat in den letzten Wochen und Monaten für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Im August gab es die Spaltung in Bitcoin und Bitcoin Cash, danach wirbelte China mit dem Verbot des sogenannten Initial Coin Offering (ICO) und einem möglichen Handelsverbot an Bitcoin-Börsen den Markt reichlich auf. Dazu sorgten auch die Aussagen des Chefs der Großbank JP Morgan, bei Bitcoin handele es sich um Betrug, für großes Aufsehen. Der Bitcoin-Kurs fuhr Achterbahn: Erst rauf auf 5.000 USD, dann im Zuge der China-Diskussionen der Absturz auf 3.000 USD. Mittlerweile konnte sich der Kurs wieder erholen und notiert seit einigen Tagen recht stabil knapp unter 4.000 USD. Schwankungen von 10% pro Tag sind bei Bitcoin zwar keine Seltenheit, ein Verfall von rund 40% in solch kurzer Zeit war allerdings auch für die Kryptowährung ein großer Schock.

Doch auch wenn die Kurschwankungen der vergangenen Wochen extrem waren: die jüngste Kurskorrektur gut und notwendig. Eine Verfünffachung des Kurses in nur einem halben Jahr war selbst bei positiver Einstellung zum Bitcoin in keiner Weise mehr zu rechtfertigen.

Auch wenn in den letzten Tagen wieder etwas Ruhe in den Kurs eingekehrt ist, könnten dem Bitcoin schon recht bald wieder turbulente Zeiten bevorstehen. Schließlich droht im Streit um die Blockgröße eine erneute Aufspaltung des Netzwerks. Und dieses Mal könnten die Konsequenzen größer als noch bei der ersten Spaltung sein. Es ist nämlich keinesfalls gewiss, welcher Bitcoin dann die Haupt- bzw. Leitwährung sein wird. Möglicherweise könnte Bitcoin dadurch auch seine Stellung als größte Digitalwährung einbüßen, was einen herben Rückschlag bedeuten würde. Dies zeigt, dass Bitcoin deutlich an Bedeutung verlieren könnte und damit dürfte auch ein merklicher Kursverlust einhergehen.

Mittelfristig sollte sich bei den Kryptowährungen ein Standard herausbilden, der sich dann auch im internationalen Währungsgefüge etablieren dürfte. Der Vorteil der Kryptowährungen ist, dass weder eine Zentralbank noch eine Regierung die Geldmenge beliebig erhöhen kann. Wenn dies auch technisch ausgeschlossen werden kann, dürfte es eine sehr hohe Nachfrage nach einer solchen Anlageform geben.

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