DAX: Orientierungslos nach der Bundestagswahl

Gegenwärtig lässt sich eine gewisse Orientierungslosigkeit nach der Bundestagswahl von Seiten der Investoren am deutschen Aktienmarkt erkennen. Jedoch zeigte sich bereits seit über zwei Wochen eine eher seitwärts gerichtete Bewegung, die im Kontext der zuvor erzielten deutlichen Zugewinne seit Ende August zumindest charttechnisch noch als recht günstig zu interpretieren ist.

Mit der seitwärts gerichteten Bewegung konnte der DAX die zuvor deutlich „überkaufte“ Situation abbauen (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik). Insgesamt bietet sich dadurch eine gute Basis, den positiven Trendimpuls von Ende August weiter fortzusetzen und zumindest das kurzfristige Anschlusspotenzial von 12.675 Punkten, wo sich Reaktionshoch vom 13. Juli befindet, auszuschöpfen. Auch wenn sich damit ein konstruktives charttechnische Bild zeigt, spricht dennoch wenig für die Etablierung eines neuen Allzeithochs oberhalb von 12.950 Punkten.

Mit dem Herannahen des Monatswechsels September/Oktober erhöhen sich aktuell immer stärker die zyklischen Kursrückschlagsgefahren für die internationalen Aktienmärkte. Die übergeordneten Zyklen – der „US-Präsidentschaftszyklus“ und der „Dekadenzyklus“ – gelangen dann in den heftigsten zyklischen Gegenwind des Jahres. Statistisch lässt sich daneben ableiten, dass der DAX nach einer Bundestagswahl (unabhängig vom Wahlausgang) zur Schwäche tendiert. Wichtig für dieses negative Szenario ist jedoch weiterhin, dass auch charttechnisch der Übergang in einen Topbildungsprozess bestätigt wird. Im Fall einer einschneidend ungünstigen „Tageskerze“ und/oder einer entsprechenden Formation, springt die Börsenampel mindestens schon einmal auf „gelb“.

1. Widerstand 12.675 / 2. Widerstand 12.950

1. Unterstützung 12.475 / 2. Unterstützung 12.320

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