Der spanische Aktienmarkt hat auf die Krise in Katalonien deutlich reagiert und wohl überreagiert

Der spanische Aktienmarkt ist in den vergangenen Tagen angesichts der Spannungen rund um die nach Unabhängigkeit strebende Region Kataloniens deutlich abgesackt. Die Reaktion am spanischen Aktienmarkt scheint aber übertrieben, wie die heutige Gegenreaktion gezeigt hat.

Mittelfristig erwarten wir, dass die Autonomie Kataloniens neu verhandelt und gestärkt werden wird. Jedoch sind keine gravierenden Auswirkungen des Referendums auf die gut laufende spanische Konjunktur zu erwarten. Zudem wird ein nicht unwesentlicher Teil der Umsätze und Gewinne der spanischen Aktienmarktschwergewichte im Ausland (insbesondere Südamerika) erzielt, also in Märkten, die nicht vom Konflikt betroffen sind.

Der spanische Aktienmarkt, der durch die Unternehmen Banco Santander, Inditex, BBVA, Telefonica, Amadeus, Telefonica, Repsol und Iberdrola geprägt wird, hat in den vergangenen Monaten eine deutliche Aufwärtsrevision der Gewinnschätzungen für die Jahre 2017 und 2018 erfahren. Der Konsens erwartet für dieses Jahr ein Gewinnwachstum von knapp 11% und 10% im kommenden Jahr, vergleichbar mit dem dynamischen Wachstum beim DAX.

Fundamentale Faktoren, wie die Bewertung des spanischen Aktienmarktes, die durch das hohe Gewinnwachstum günstig beeinflusst wird und die hohe Dividendenrendite von knapp 4% sprechen ebenfalls für den spanischen Aktienmarkt.

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