DAX: Verharren am Allzeithoch

Nach schwächerer Eröffnung dümpelte der deutsche Blue Chip-Index gestern zunächst unterhalb seines tags zuvor markierten neuen Allzeithochs (12.975 Pkt.) vor sich hin. Die Handelsspanne fiel dabei recht gering aus.

Wir sehen das deutsche Aktienmarktbarometer weiterhin in einer Phase der Entscheidung: Nachdem dieses den aus statistischer Sicht schwächsten Monat des Jahres, den September, mit dem drittgrößten Plus seit 1965 abschließen konnte, steht nun mit dem Eintritt in den Oktober eine harte Bewährungsprobe bevor. Denn der „Dekadenzyklus“, der bis auf die letzten vier Handelswochen bis dato im laufenden Jahr eine hervorragende Blaupause für das Marktgeschehen geliefert hat, deutet bis in den November hinein den heftigsten Gegenwind des Jahres an. Ausgerechnet für diesen Zeitraum einen nachhaltigen Ausbruch auf ein neues DAX-Allzeithoch (mit der Implikation, dass ein weiteres Kurspotenzial bis 13.620 Punkte eröffnet würde) zu erwarten, scheint etwas gewagt. Auch haben wichtige US-Indizes (S&P 500: 2.535 Pkt.; Nasdaq 100: 6.000 Pkt.) ihre technisch abzuleitenden Zielmarken erreicht bzw. leicht übertroffen, und es befinden sich viele Sentimentindikatoren mittlerweile auf optimistischen Extrema.

All das zusammengenommen spricht eher für einen Rücksetzer –auf der Zeitebene idealerweise in den November hinein– bevor dann im verbleibenden Rest des Jahres eine Jahresendrally auf die Agenda rückt. Was wir jedoch zur Untermauerung eines kurzfristigen Negativszenarios zwingend benötigen, ist eine signifikante Marktumkehr. Eine „bearishe“ Kerzenformation im Tageschart wäre diesbezüglich ein einschneidendes Signal.

1. Widerstand 12.975 / 2. Widerstand 13.620

1. Unterstützung 12.675 / 2. Unterstützung 12.320

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