DAX: Die verflixte 13

Der Wochenausklang am deutschen Aktienmarkt hatte es in sich: Nachdem sich im DAX von der Eröffnung weg keinerlei Impulse gezeigt hatten und dieser sich bis zum frühen Nachmittag an der 13.000 Punkte-Marke entlang gehangelt hatte, wollten es die Marktteilnehmer dann jedoch offenbar „wissen“. Sie ließen den Index über diese psychologisch wichtige Tausendermarke ausbrechen. Bis 13.037 Punkte stieß das Aktienmarktbarometer vor, doch dann brach die Bewegung genau so rasch, wie sie von statten gegangen war, wieder in sich zusammen – nur, um sich am späteren Nachmittag erneut in Richtung 13.000 Punkte-Marke aufzumachen. Unter dem Strich stand aber sowohl auf Tages- als auch auf Wochenbasis eine wenig überzeugende „Doji“-Kerze (Eröffnung und Schluss in etwa auf demselben Niveau) zu Buche.
Auch am Freitag gelang damit ein nachhaltiger Ausbruch über die 13.000 Punkte-Marke – und damit über die obere Begrenzung der vorherigen mehrtägigen Handelsspanne – nicht. In der vergangenen Handelswoche zeigten sich zwar mehrere Versuche, diesen „psychologischen Anker“ endlich zu überwinden, doch eine echte Anschlussnachfrage kommt oberhalb der „magischen 13“ nicht so recht auf. Zwar ist es zum aktuellen Zeitpunkt verfrüht, von einer „Bullenfalle“ zu sprechen, doch wenn jetzt weitere Gewinnmitnahmen getätigt werden, kann sich im Kursverlauf rasch eine solche einstellen – mit entsprechenden negativen Implikationen.
Die zuletzt von uns immer wieder skizzierten charttechnischen Rückschlagsrisiken in Richtung 12.675 bzw. 12.590 Punkte (Reaktionshoch vom 13. Juli und 38,2%-Fibonacci-Retracement der laufenden Rally) bleiben zunächst auf der Agenda. Die durch ein euphorisches Investorensentiment überhitzte Wall Street zeigt Ermüdungserscheinungen im Aufwärtstrend, so dass sich weitere Hilfe von dort recht schwierig gestalten dürfte. Um tatsächlich einmal auf nachhaltiger Basis die 13.000 Punkte-Marke zu durchbrechen und sich damit ein weiteres Anschlusspotenzial bis 13.620 Punkte zu erschließen, müsste der DAX daher voraussichtlich „aus dem Nichts“ wieder „relative Stärke“ gegenüber den US-Pendants ausbauen, was wir als unwahrscheinlich erachten.

1. Widerstand 13.000 / 2. Widerstand 13.620
1. Unterstützung 12.675 / 2. Unterstützung 12.320

 

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