DAX: Ausbruch bleibt ohne Dynamik

Nach einer schwächeren Eröffnung und einem kleinen Rücksetzer in der ersten Handelsstunde übernahmen gestern erneut die Käufer das Ruder im DAX. Sie trieben den Index fast bis auf die am Freitag herausgebildete Intraday-Spitze (13.037 Pkt.). Knapp unterhalb dieses Niveaus folgten dann Gewinnmitnahmen.
Insgesamt verfestigt sich das bereits in den vergangenen Handelstagen dominierende Bild, wonach sich das deutsche Aktienmarktbarometer einerseits nicht deutlich von der runden Tausendermarke nach oben absetzen kann, andererseits aber auch kein Angebotsdruck auf dem Markt lastet. Man kann die Situation aktuell am besten mit dem Begriff „Verkäuferstreik“ umschreiben. Nach dem dynamischen Anstieg der letzten sieben Wochen fehlt momentan ein Auslöser für ein breiter angelegtes Gewinnmitnahmeszenario. Da ein klares Wiederabtauchen unter das ehemalige Allzeithoch vom 20. Juni (12.950 Pkt.) bisher nicht erfolgt ist, ist zumindest aus charttechnischer Sicht der Weg frei für weitere Zugewinne. Das nächste Fibonacci-Ziel befindet sich bei 13.620 Punkten (161,8%-Retracement der letzten sekundärzyklischen Korrekturbewegung von Juni bis August).
Trotz der aus dem Überwinden des Hochs vom 20. Juni bei 12.950 Punkten abzuleitenden günstigen Implikation muss angemerkt werden, dass es sich hier nicht um einen überzeugenden Ausbruch handelt – es zeigt sich eher eine schleppende Bewegung, sowohl arm an Momentum als auch unter dünnen Volumina. Nichts veranschaulicht die gegenwärtige Unsicherheit besser als die Reihe von „Doji“-Tageskerzen in den letzten Handelstagen. Unter diesen Umständen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Folge zu einem Rückfall unter die Ausbruchszone kommt. Um gegen ein solches Szenario gewappnet zu sein, sollten Stop-Marken für Trading-Longpositionen recht eng gesetzt werden.

1. Widerstand 13.037 / 2. Widerstand 13.620
1. Unterstützung 12.675 / 2. Unterstützung 12.320

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