DAX: Lustloser Handel rund um die 13.000 Punkte-Marke

Nach moderater Eröffnung kam am gestrigen Vormittag erneut Nachfrage im DAX auf, so dass dieser zunächst in Richtung des zuletzt etablierten neuen Allzeithochs (13.095 Pkt.) tendierte. Am frühen Nachmittag verließen ihn jedoch die Kräfte, und der Index verlor seine zuvor erzielten Zugewinne zum größten Teil wieder.

Insgesamt zeigt sich das charttechnische Gesamtbild im DAX unverändert. Einem Verkäuferstreik, der ein stärkeres Abtauchen verhindert, steht ein gewisses Desinteresse knapp oberhalb des charttechnischen Widerstandsbereichs um 12.950/13.000 Punkte gegenüber. Obwohl das ehemalige Allzeithoch vom 20. Juni (12.950 Pkt.) überwunden ist, lassen sich aktuell kaum neue prozyklische Käufer in den Markt locken. Dies verwundert ein wenig, da die Wall Street –entgegen unseren Erwartungen– von Hoch zu Hoch eilt und damit auch den hiesigen Aktienmärkten weiterhin Unterstützung zuteilwerden lässt.

Neben der damit verbundenen „Relative Schwäche“-Entwicklung gegenüber den US-Pendants stellt auch die sentiment-technische Lage einen Risikofaktor dar: Mit Blick auf den Optionshandel an der Eurex zeigt sich aktuell eine sehr niedrige „gekaufte“ und damit zukünftig erwartete Volatilität (Basis ist der VDAX), so dass die Marktteilnehmer eine ausgeprägte Gelassenheit gegenüber fallenden Kursen an den Tage legen. Solange die charttechnische Ampel jedoch noch auf „Grün“ steht (dies ist oberhalb von 12.950 Punkten der Fall), bleiben die Bullen bis auf weiteres am Drücker und das nächste Fibonacci-Ziel bei 13.620 Punkten auf der Agenda. Erst unterhalb von 12.950 Punkten trübte sich das Bild zumindest kurzfristig ein, und es eröffneten sich weitere Kursrückschlagsrisiken bis 12.675/25 Punkte.

1. Widerstand 13.095 / 2. Widerstand 13.620

1. Unterstützung 12.675 / 2. Unterstützung 12.320

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