Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum: Leichte Abkühlung auf hohem Niveau

Zu Beginn des vierten Quartals hat sich in der Summe die Stimmung der Einkaufsmanager etwas eingetrübt. Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum sank von 56,7 auf 55,9 Indexpunkte. Er bleibt damit aber komfortabel über der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten. Während die vorläufigen Ergebnisse für den Dienstleistungsbereich einen Rückgang ausweisen, stieg das Stimmungsbarometer für das verarbeitende Gewerbe dagegen nochmal an.

Während sich die Abkühlung auch in den deutschen Umfragewerten zeigt, verbesserte sich die Stimmung in Frankreich. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Einkaufsmanagerindizes in den übrigen Euro-Ländern, die kommende Woche veröffentlicht werden, in der Tendenz ebenfalls schwächer tendieren dürften.

In Deutschland zeigt die Einkaufsmanagerbefragung eine leichte Abkühlung der Stimmungsbarometer, allerdings noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Der umfassende Composite-Index verlor 0,8 Punkte und notiert damit im Oktober bei 57,7 Zählern. Dabei moderierte sich die Stimmung sowohl im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich leicht. Zuversichtlich stimmt dennoch, dass die Unterkomponente der Auftragseingänge spürbar zunahm und das höchste Niveau seit April 2011 erreichen konnte. Vor diesem Hintergrund ist der Rückgang des Gesamtindex eher als eine kleine Verschnaufpause zu interpretieren. Dem konjunkturellen Aufschwung dürfte damit auch im Schlussquartal 2017 nichts entgegenstehen.

Die Stimmung der französischen Einkaufsmanager hat sich im Oktober nochmals verbessert. Der umfassende Composite-Index stieg gegenüber dem Vormonat um 0,4 Zähler an und erreichte 57,5 Indexpunkte. Das ist nicht nur der höchste Wert seit Mai 2011, es ist auch der 16. Anstieg in Folge. Dabei ging es im verarbeitenden Gewerbe und bei den Dienstleistern nochmal ein Stück nach oben. Verbesserungen zeigten sich vor allem bei den Beschäftigungsabsichten. Dies mag schon eine Reaktion auf die im September verabschiedeten Arbeitsmarktreformen der Regierung Macron sein. Nach Angaben von IHS Markit berichteten die befragten Einkaufsmanager zudem von einer starken Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Zu Beginn des vierten Quartals stehen damit die Signale, die von der Befragung ausgehen, weiter deutlich auf Wachstum.

 

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 2.33

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *