ifo Geschäftsklima erreicht neues Allzeithoch, ein Rückgang in den kommenden Monaten wäre ohne Bedeutung

Die Stimmung der deutschen Unternehmen war noch nie so gut wie zurzeit. Nach zwei leichten Rückgängen in den vergangenen beiden Monaten ist das ifo Geschäftsklima im Oktober auf ein neues Allzeithoch in Höhe von 116,7 Punkten gestiegen (September: 115,3 Zähler). Die aktuelle Lagebewertung stieg von 123,7 Punkten auf 124,8 Punkte. Die Geschäftserwartungen konnten von 107,5 Zählern im Vormonat auf nunmehr 109,1 Zähler zulegen, immerhin den höchsten Stand seit Dezember 2010. Die enorm guten Stimmungswerte ziehen sich durch beinahe alle Wirtschaftsbereiche. Neue Rekordwerte vermeldeten auch das verarbeitende Gewerbe und das Bauhauptgewerbe. Zudem hat die Kapazitätsauslastung weiter zugelegt.

Damit hält sich das Geschäftsklima jetzt bereits seit einigen Monaten stabil auf einem überaus hohen Niveau. Die deutschen Unternehmen lassen sich auch durch die Aussichten auf eine Jamaika-Koalition in Berlin nicht irritieren. Eine anziehende internationale Konjunktur, weiterhin extrem niedrige Zinsen, eine stabile heimische Nachfrage bei anhaltend moderater Kostenentwicklung liefern auch weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen.

Von den erreichten Höchstständen kann es in den kommenden Monaten auch ohne besonderen Grund wieder etwas abwärts gehen. Jedoch wäre ein Rückgang der Frühindikatoren nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Aufschwungs in Deutschland. Vielmehr wäre dies nur eine Normalisierung der Stimmungsindikatoren, ohne spürbare realwirtschaftliche Konsequenz. Oder kurz gesagt:
Die deutsche Konjunktur boomt.

 

 

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