DAX: Draghi flutet die Märkte weiter

Im Vorfeld der gestrigen EZB-Ratssitzung war eine gewisse Verunsicherung von Seiten der Investoren am deutschen Aktienmarkt zu spüren, ob Draghi stärker den Fuß vom Gas der Anleihenkäufe nehmen würde. Die Verlängerung der Käufe bis mindestens September 2018 (im geringeren Umfang) beruhigte dann jedoch die Gemüter, so dass der DAX im weiteren Handelsverlauf ein neues Allzeithoch bei 13.145 Punkten etablieren konnte.

Die Bullen haben damit die gute Chance, einen richtigen Befreiungsschlag zu generieren. Hierfür wäre ein forgesetzter Impuls über das Verlaufshoch von letzter Woche um 13.095 Punkte notwendig. Unter charttechnischen Gesichtspunkten war das eher seitwärts gerichtete Handelsgeschehen seit Anfang Oktober als eine „pull back“-Bewegung an das ehemalige Allzeithoch vom 20. Juni (12.950 Pkt.) zu interpretieren. Dieses „Luftholen“ ist im Rahmen eines intakten mittelfristigen Aufwärtstrends die Basis, das Anschlusspotenzial bis 13.620 Punkte (161,8%-Fibonacci-Retracement der letzten sekundärzyklischen Korrekturbewegung von Juni bis August) auszuschöpfen.

Trotz der weiteren Liquiditätszufuhr durch die EZB bleibt jedoch ein Konsolidierungsrisiko für den DAX bestehen. Neben der recht positiven Stimmung am Markt warnt insbesondere die Etablierung eines sog. „Hindenburg Omens“ am US-amerikanischen Aktienmarkt. Diese ungünstige Kombination verschiedener technischer Indikatoren deutet eine gewisse „innere Zerrissenheit“ des US-Marktes an und mahnt die Marktteilnehmer zur Vorsicht. Für eine negative Sicht muss der DAX jedoch das 12.950 Punkte-Niveau nachhaltig durchbrechen. Mit der positiven gestrigen Kursentwicklung ist diese Gefahr zunächst jedoch deutlich in den Hintergrund getreten.

1. Widerstand 13.145 / 2. Widerstand 13.620

1. Unterstützung 12.910 / 2. Unterstützung 12.675

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