Deutscher Aufschwung zündet neue Stufe

Die deutsche Konjunktur steht weiter kräftig unter Dampf: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal 2017 nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,8 Prozent höher als im zweiten Quartal 2017. Auch in der ersten Jahreshälfte 2017 war das BIP deutlich gestiegen, und zwar um 0,6 Prozent im zweiten und 0,9 Prozent im ersten Quartal. Die neuen Daten können sicherlich als weitere positive Überraschung von der deutschen Konjunktur gewertet werden. Mit der kräftigen Dynamik im dritten Quartal ist für das Jahr 2017 sogar eine Wachstumsrate von über 2 Prozent möglich.

Besonders erfreulich ist, dass der Aufschwung nun auch mehr und mehr investitionsgetrieben zu sein scheint. Das war lange Zeit der größte Schwachpunkt der aktuellen Konjunkturerholung, die nun schon seit acht Jahren anhält. In den letzten Jahren stützte sich das Wachstum vor allem auf den Konsum, der von der guten Beschäftigungslage profitierte.

Seit dem letzten Jahr hat auch der Export wieder neue Triebkraft entwickelt, denn die Weltkonjunktur zieht an und damit steigt die Nachfrage nach deutschen Produkten. Wenn die Unternehmen nun verstärkt auf dem Heimatmarkt investieren, wird das auch die Produktivität stützen. Das kann dann auch zu stärkeren Lohnsteigerungen führen – der Aufschwung kommt in eine neue Phase. Ein Boom-Szenario, wie vom Sachverständigenrat kürzlich skizziert, ist auch angesichts des extremen geldpolitischen Umfelds keineswegs unrealistisch.

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