Überfällige Konsolidierung am Aktienmarkt – kein Grund zur Sorge

Endlich haben die Aktienkurse einen leichten Rücksetzer erfahren. Nachdem der DAX noch zu Monatsbeginn ein Allzeithoch erreicht hatte, ging es seither um vier Prozent bergab. Von einer echten Konsolidierung – oder gar Korrektur – kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein. Im Durchschnitt korrigierte der DAX seit 1975 unterjährig vom lokalen Hoch zum nächsten Tief um 18%. Würde man dies auf die aktuellen Maßstäbe übertragen, wäre sogar eine Korrektur vom Jahreshoch bei 13.478 Punkten auf gut 11.100 eine Bewegung innerhalb historischer Parameter.

Wir erwarten nicht, dass die Aktienmärkte so stark fallen werden. Vielmehr scheint die aktuelle Entwicklung eine direkte Antwort auf das sichtbare „Heißlaufen“ von Kursen und volkswirtschaftlichen Frühindikatoren zu sein. Gewinnmitnahmen stehen nun auf der Tagesordnung. Diese könnten umso stärker ausfallen, je schneller einzelne Fonds ihre Risikobudgets für Aktienmandate ausschöpfen werden beziehungsweise je geringer die Cash-Quoten sind.

Die Unternehmensgewinne steigen so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das Gewinnwachstum dürfte sich 2018 fortsetzen, und auch die Zinsen bleiben sehr niedrig. Für die Aktienmärkte ergeben sich damit 2018 positive Aussichten. Sollten die Aktien daher in den kommenden Tagen weiterhin verkauft werden, ergeben sich möglicherweise schon bald Möglichkeiten zum Kauf. Dafür ist es aber aktuell noch zu früh.

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