DAX: Unterstützungszone bleibt auf dem Prüfstand

Nach solider Eröffnung tendierte der deutsche Blue Chip-Index am Freitag zunächst in einer ähnlich gelagerten Seitwärts-Handelsspanne wie am Donnerstag. Impulse blieben auf beiden Seiten Mangelware. Am Nachmittag hatten die Verkäufer dann ein Übergewicht.

Mit dem Scheitern der Jamaika-Gespräche gestern Abend bleibt ein Test der breit angelegten charttechnischen Unterstützungszone auf der Agenda. Diese erstreckt sich vom ehemaligen Allzeithoch vom 20. Juni (12.950 Pkt.) bis hin zum 38,2%-Fibonacci-Retracement der aufwärts gerichteten Bewegung seit Ende August um 12.890 Punkte. Diesen Bereich gilt es nun im Rahmen der kurzfristig deutlich „überverkauften“ Situation zu verteidigen (siehe „Projection Oscillator“ im Chart). Die ersten Kurse heute Morgen und die candlestick-technische Gesamtsituation, mit dem Fehlen einer längeren weißen Tageskerze am Freitag, sind dabei gegenwärtig nicht als günstig anzusehen.

Damit steht zugleich auch die bei vielen Marktteilnehmern weit verbreitete „buy the dips“-Mentalität auf dem Prüfstand. So lohnte sich in dem seit Anfang 2016 laufenden Aufwärtstrend beim DAX nach deutlicheren Verkäufen am Markt immer ein Wiedereinstieg. Eine Enttäuschung dieser Erwartungshaltung würde dann durchaus erhöhte Kursrisiken heraufbeschwören. So könnte es in diesem Falle recht zügig zu einem Wiedersehen mit der 200 Tage-Linie (aktuell bei 12.445 Punkte) kommen.

1. Widerstand 13.140 / 2. Widerstand 13.525

1. Unterstützung 12.850 / 2. Unterstützung 12.675

 

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