Stimmung der Einkaufsmanager im Euro-Raum kennt kein Halten

 

 

Die schon in den vergangenen Monaten sehr gute Stimmung unter den europäischen Einkaufsmanagern hat sich im November nochmal verbessert. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich zogen die jeweiligen Stimmungsbarometer nochmal an. In beiden Sektoren führen gemäß der vorläufigen Ergebnisse Kapazitätsengpässe zu einem verstärkten Beschäftigungsaufbau, der im November so stark ausgefallen ist, wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Damit festigt sich nicht nur der konjunkturelle Aufschwung, er gewinnt mehr und mehr an Breite.

Der zusammengefasste Composite-Index für den Euro-Raum stieg von 56,0 auf 57,5 Indexpunkte. Das ist der höchste Stand seit 79 Monaten! Auftragslage, Produktion und Beschäftigungsabsichten werden durchweg sehr gut bewertet. Die betrifft vor allem die wirtschaftlichen Schwergewichte Deutschland und Frankreich.

In Deutschland dürfte die konjunkturelle Dynamik aufgrund der Befragungsergebnisse auch im Schlussquartal ungebrochen stark bleiben. Die Ampel steht bei Produktion, Auftragslage und Beschäftigung tief im grünen Bereich. In der Industrie stieg das Stimmungsbarometer um 1,9 Zähler und notiert auf Basis der vorläufigen Daten bei 62,5 Indexpunkten. Das ist der höchste Wert seit 81 Monaten. Auch der Index für den Dienstleistungsbereich verbesserte sich, aber nur leicht um 0,2 Punkte. Er erreichte ein Niveau 54,9 Zählern. Insgesamt steigt der Druck auf die vorhandenen Kapazitäten. Bei gleichzeitig steigenden Einkaufspreisen und zunehmender Nachfrage berichteten die Einkaufsmanager von einer starken Zunahme der Verkaufspreise wie seit über sechseinhalb Jahren nicht mehr.

Die Stimmung der französischen Einkaufsmanager hat sich im November nochmals außerordentlich stark verbessert. Der umfassende Composite-Index stieg gegenüber dem Vormonat um 2,7 Zähler und liegt aktuell bei 60,1 Indexpunkten. Das ist der höchste Wert seit Mai 2011. Dabei ging es sowohl im verarbeitenden Gewerbe aber vor allem bei den Dienstleistern nochmal ein Stück nach oben. In beiden Teilbereichen der Volkswirtschaft bewerteten die befragten Einkaufsmanager Auftragslage und Produktion geradezu euphorisch. Nach Angaben von IHS Markit verbesserten sich zudem die Beschäftigungsabsichten den 13. Monat in Folge. Dieser Teilindex erreichte sogar das höchste Niveau seit dem Jahr 2001. Zur Mitte des vierten Quartals stehen damit die Signale für die französische Volkswirtschaft weiter deutlich auf Wachstumskurs.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 2.60

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *