EWU-BIP in Q4 auf breiten Schultern!

Das Wirtschaftswachstum des Euro-Raums im ersten Quartal 2017 belief sich gemäß der Schnellschätzung auf +0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit konnte die Dynamik gegenüber dem Vorquartal mit einem Zuwachs von +0,7 Prozent zwar nicht ganz gehalten werden, dennoch ging insgesamt ein starkes Jahr 2017 zu Ende. Das Wirtschaftswachstum für das Währungsgebiet belief sich in der Summe auf 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist das kräftigste Ergebnis seit dem Jahr 2007! Wie für die meisten Einzelländer wurden von Eurostat aber noch keine Details bekanntgegeben.

Die Konjunkturperspektiven für den Euro-Raum stellen sich damit zum Jahresbeginn 2018 sehr positiv dar. Die Wirtschaft des Euro-Raums nimmt ordentlich Schwung mit in das noch junge Jahr 2018. Untermauert wird dies auch durch den von uns berechneten DZ BANK Euro-Indikator. Der Frühindikator für die Konjunktur im Euro-Raum ist im Januar 2018 um +0,2 Prozent angestiegen. Er steht nunmehr bei 101,6 Punkten, das ist +2,2 Prozent höher als vor Jahresfrist. Andere vorlaufende, umfragebasierte Indikatoren liegen ebenfalls in Bereichen, die für eine Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs sprechen.

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Schlussquartal um +0,6 Prozent und im Gesamtjahr um +2,2 Prozent. Die maßgeblichen Impulse kamen im Vergleich zum dritten Quartal vom Außenbeitrag, da nach Angaben des statistischen Bundesamtes das Plus bei den Exporten das der Importe deutlich übertraf. Während der Staat seine Konsumausgaben erhöhte, gab es wohl kaum Veränderungen bei den privaten Konsumausgaben. In Ausrüstungen wurde etwas mehr investiert als ein Quartal zuvor, in Bauten etwas weniger. Die genauen Details werden aber erst am 23. Februar bekanntgegeben.

Der Blick auf die weiteren Mitgliedsländer zeigt dabei, dass der konjunkturelle Aufschwung dabei breit aufgestellt ist und das ganze Währungsgebiet erfasst. In Italien fiel das Wachstum in Q4 mit einer Quartalswachstumsrate von +0,3 Prozent positiv, aber vergleichsweise schwach aus. Die Niederlande wuchs dagegen mit einer Rate von +0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal kräftig, in Portugal lag das Wachstum bei +0,7 Prozent.

Schon vor zwei Wochen haben andere Volkswirtschaften erste Schätzungen zum Schlussquartal publiziert. In Spanien belief sich das Quartalswachstum auf +0,7 Prozent, genauso wie in Österreich. Frankreich hatte eine Rate von +0,6 Prozent und Belgien von +0,5 gemeldet.

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