Aussichten für den Dax weiterhin günstig

Zusammenfassung
» Der DAX ist mit einem KGV-2019e von 11,8 und einer Dividendenrendite von 3,5% günstig bewertet.
» Die starke Weltkonjunktur (+3,9% in 2018) bringt den DAX-Unternehmen 2018/19 einen deutlichen Gewinnsprung. Gleichzeitig bieten die niedrigen Kapitalmarktrenditen Anlegern keine echte Alternative.
» Dieses Setup überzeugt uns: Wir erwarten, dass der DAX bis zum Jahresende um gut 13% auf 14.000 Punkte steigen wird.

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind dank wachsender Weltkonjunktur prall gefüllt, die Stimmung in der Wirtschaft ist so gut wie nie zuvor. Dies spiegelt sich bei den Erwartungen für die Umsatz- und Gewinnentwicklung der DAX-Unternehmen wider. Analysten rechnen damit, dass in diesem und im nächsten Jahr die DAX-Gewinne um je 10% steigen sollten. Aktienanalysten tendieren häufig dazu, Gewinnerwartungen zunächst zu positiv zu formulieren, meist ist die erste Schätzung dann zu optimistisch und muss revidiert werden. Berücksichtigt man jedoch das gesamte (volks-)wirtschaftliche globale Umfeld, welches durch eine gut laufende Konjunktur, eine äußerst freundliche Notenbankpolitik und politische Ruhe gekennzeichnet ist, stehen unseres Erachtens die Chancen diesmal nicht schlecht, dass 2018 und 2019 die Unternehmensgewinne tatsächlich im erwarteten Tempo expandieren werden.

Steigen die Gewinne in den kommenden zwei Jahren tatsächlich um kumulierte 20%, könnte der DAX vom heutigen Niveau bis Anfang 2020 auf knapp 15.000 Punkte steigen, ohne dass sich die Bewertung auf Basis Kurs-Gewinn-Verhältnis ausweiten würde. Würde sich das DAX-KGV sogar wieder auf dem durchschnittlichen Bewertungsniveau der vergangenen zehn Jahre einpendeln (rund 13 KGV-Punkte), wären in zwei Jahren über 16.000 Punkte im DAX denkbar.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX weiterhin in diese Richtung steigen wird, stufen wir als hoch ein. Neben der positiven Konjunkturentwicklung unterstützen auch die Notenbanken das positive Umfeld für Dividendenpapiere, sowohl auf Unternehmensseite (günstige Kredite) als auch auf Anlegerseite (keine Anlagealternativen). Trotz guter Fundamentaldaten ist jedoch auch zu erwarten, dass die Kursausschläge an den Aktienmärkten im Vergleich zum Vorjahr in der Zukunft zunehmen werden, auch weil die Markteilnehmer die vorherrschende Meinung immer wieder in Frage stellen werden.

Einen ersten (kleinen) Belastungstest lieferte die Marktkonsolidierung Anfang Februar, als die Kurse erst fielen und später Sorgen um eine steigende US-Inflation dafür verantwortlich gemacht wurden. Die Veranlassung, einen Crash vorherzusagen, gibt es allerdings nicht.

In den nächsten Zwischenetappen erwarten wir einen Anstieg des deutschen Leitindex auf 13.800 Punkte zur Jahresmitte und 14.000 Punkte per Jahresende 2018, unserem derzeit längsten Prognosehorizont.

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Ein Kommentar

Schweitzer Helmut

Sehr sachlich erläutert?

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