Linde – die Fusion geht in die Endphase

Linde will vor der geplanten Fusion mit Praxair, eine Dividende von 7 Euro je Aktie ausschütten. Die Dividendenausschüttung soll auf der Hauptversammlung am 3. Mai beschlossen werden. Die Höhe der Dividende setzt sich zusammen aus einer Ausschüttung von 3,90 Euro/Aktie für das Geschäftsjahr 2017 sowie weiteren 3,10 Euro/Aktie, welche die drei Quartale des Geschäftsjahres 2018 bis zu geplanten Fusion mit Praxair berücksichtigen. Dieser Schritt reflektiert die Tatsache, dass Praxair quartalsweise Dividendenzahlungen vornimmt und in den drei Quartalen bis zum avisierten Zusammenschluss Dividende zahlen wird. Linde will damit einen „Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Dividendenzahlungszeitpunkten herstellen“.

Die EU-Kommission hat am 16.02.2018 ein vertieftes Prüfungsverfahren eingeleitet. Hintergrund sind Bedenken über Wettbewerbsbeeinträchtigungen auf dem Markt für verschiedene Gase, da die Anzahl der Anbieter dadurch weiter reduziert würde, was höhere Preise und eine geringere Auswahl zu Folge haben könnte. Das Verfahren soll bis zum 4.7.18 abgeschlossen werden. Linde hatte diesen Schritt erwartet und bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass aus einem vertieften Prüfungsverfahren höhere Auflagen resultieren könnten. Die Fusion von Linde/Praxair sollte im zweiten Halbjahr 2018 vollzogen werden. Höhere mögliche Auflagen der EU-Wettbewerbs-behörden dürften dabei die industrielle Logik der Fusion nicht in Frage stellen. Letztendlich verliert Deutschland mit der Fusion ein global agierendes Unternehmen, was für den Standort nicht positive ist.

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