Geschäftslage im Mittelstand erreicht neuen Rekordwert

Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist nach wie vor sehr gut. In der Frühjahrausgabe unserer VR Mittelstandsumfrage erzielt die Geschäftslage bereits zum dritten Mal hintereinander ein Rekordhoch: Beeindruckende 92 Prozent der mittelständischen Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage derzeit als „gut“ oder „sehr gut“. Gegenüber Herbst stieg auch der Saldo der Geschäftserwartungen leicht von 27,3 Punkten auf 32,5 Punkte. Die inlandsorientierten Mittelständler blicken damit mehrheitlich optimistisch in die Zukunft und lassen sich von etwaigen geo- und handelspolitischen Risiken kaum beeindrucken.

Zudem erklimmt auch die Beschäftigungsoffensive der Mittelständler ein neues Allzeithoch. Mehr als 30 Prozent der befragten Unternehmen wollen im nächsten halben Jahr ihren Personalbestand aufbauen. Einen Personalabbau planen dagegen nur noch 4,1 Prozent. Dies ist auch eine Reaktion auf den Fachkräftemangel, der immerhin 78 Prozent der Mittelständler Sorgen bereitet. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sorgt jedoch auch für steigende Löhne. Für fast die Hälfte der Mittelständler stellt dies aktuell bereits ein Problem dar.

Trotz der anhaltend niedrigen Zinsen planen „nur“ noch 78 Prozent der Mittelständler in den nächsten sechs Monaten in ihr Unternehmen zu investieren. Vor einem halben Jahr waren es noch 82 Prozent. Überhaupt wird die Niedrigzinsphase von den mittelständischen Unternehmen eher zwiespältig bewertet: 41,2 Prozent der Befragten finden, dass steigende Zinsen schlecht wären, da dann ihre Kostenbelastung zunimmt und sie weniger investieren würden. Aber immerhin fast drei von zehn Befragten hoffen demgegenüber auf einen Zinsanstieg, vor allem weil ihre Zinseinnahmen aus Anlagen gesunken sind. Davon betroffen ist fast die Hälfte der befragten Unternehmen.
Alles in allem überwiegen die positiven Signale unserer Frühjahrsumfrage aber noch bei weitem. Der Mittelstand in Deutschland steht vor einem weiteren erfolgreichen Jahr.

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Ein Kommentar

Stefan Wehmeier

Seit der Euro-Einführung bis heute hat sich das EWU-BIP um den Faktor 1,4 vergrößert und die Gesamtinflation in diesem Zeitraum war 23%, während die Zentralbank-Geldmenge (Bargeld plus Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) im gesamten Euro-Raum von 400 Mrd. € auf 2,2 Bio. € ausgeweitet wurde (Faktor 5,5). Die Umlauffrequenz des Euros hat sich somit im Durchschnitt um 5,5 / 1,4 / 1,23 = ca. 3,2 verringert. Ursache für den immer langsameren Geldumlauf ist der durch die Sachkapitalvermehrung in den letzten zwei Jahrzehnten allgemein gesunkene Kapitalmarktzins, der in Verbindung mit einer schleichenden Inflation (angestrebt werden bis 2% / Jahr) als destruktive Geldumlauf“sicherung“ in der (noch) bestehenden Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) unverzichtbar ist. Wir nähern uns also unaufhaltsam dem evident werden der globalen Liquiditätsfalle (Geldstillstand), da eine weitere umfassende Sachkapitalzerstörung (Dritter Weltkrieg) zur Anhebung des Zinsfußes aufgrund der atomaren Abschreckung (vorerst) nicht zur Debatte steht.

Wirklich alternativlos, um einen Rückfall in die Steinzeit („Mad-Max-Szenario“) noch rechtzeitig zu verhindern, ist eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform, als Grundvoraussetzung für die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft):

https://www.deweles.de/mut.html?file=files/_theme/pdf/soziale_marktwirtschaft.pdf

Der einzige Hinderungsgrund für diesen eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation ist nicht technischer, sondern rein psychologischer Natur. Denn nach 3200 Jahren irrationalem Geschwätz zuerst von jüdischen und dann auch von katholischen und islamischen Priestern ist dem „modernen Normalbürger“ die freie Marktwirtschaft (Paradies) ohne Privatkapitalismus (Erbsünde) in so weite Ferne gerückt, dass es „vollkommen unmöglich“ erscheint, „den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit“ (das „Christentum“ nach Nietzsche) nicht zum sprichwörtlichen, sondern zum wahren „Himmel auf Erden“ (Nachfrage äquivalent Angebot) umzugestalten:

https://www.deweles.de/phantasie.html?file=files/_theme/pdf/himmel_auf_erden.pdf

„Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.“

Arthur C. Clarke

Nur „jemand“ ist zuwenig; es muss schon ein ganzes Volk sein…

http://opium-des-volkes.blogspot.com/2018/06/zivilisationsbeginn.html

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