Fed Chef Powell antwortet Trump subtil

In seiner ersten Rede auf der jährlich stattfindenden Notenbankkonferenz in Jackson Hole bekräftige US Notenbank Chef Powell, dass nur die wirtschaftliche Entwicklung für die zinspolitischen Entscheidungen der Fed entscheidend seien. In seiner grundsätzlichen Rede verteidigte er den graduellen geldpolitischen Ansatz der Fed. Es war wohl aber auch eine subtile Antwort auf die Kritik von US-Präsident Trump, die geldpolitische Straffung sei zu aggressiv.

Powell legte die generelle Vorgehensweise im aktuellen Leitzinserhöhungszyklus offen. So erklärte er, dass die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank sowohl auf theoretischen Modellen als auch auf der tatsächlichen Entwicklung der volkswirtschaftlichen Größen beruhe. Angesichts der momentanen soliden Konjunkturentwicklung, eines robusten Arbeitsmarktes und einer Inflationsrate von rund 2% werde die Notenbank ihre graduellen Leitzinserhöhungen fortsetzen. Gleichzeitig bestätigte er die Markterwartung, dass die Fed die Leitzinsen im September erneut um 25 Basispunkte anheben wird.

Zusammenfassend lautet die Botschaft von Powell, dass die Fed die Leitzinsen in den kommenden Monaten moderat erhöhen wird. Neben ökonometrischen Modellen werden auch zukünftig insbesondere die aktuellen Datenveröffentlichungen, den geldpolitischen Kurs der Fed bestimmen. Powell macht diesbezüglich deutlich, dass solange die Inflation niedrig bleibt, eine Überhitzung der Volkswirtschaft nicht erkennbar sei. Solange zudem die Inflationserwartungen moderat bleiben, ist es nicht notwendig, dass das Tempo der Zinsanhebungen verschärft werde.

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