Aktien nach Kursrutsch attraktiv

Der US-Aktienmarkt hatte sich im bisherigen Jahresverlauf erheblich vom „Rest der Welt“ abgekoppelt. Während verschiedene größere Aktienmärkte wie Deutschland, Südkorea und China seitwärts oder sogar deutlich negativ tendierten, profitierten US-Aktien von mehrheitlich auf die USA begrenzten Impulsen. Die Gewinner können innerhalb der USA sogar noch stärker auf einige wenige Technologieaktien eingegrenzt werden. Die nun beobachtbare Korrektur geht folgerichtig auch in erster Linie von diesen Technologieaktien aus, macht aber weder vor Aktien anderer Branchen noch anderer Länder halt.

Grundsätzlich war diese Korrektur erwartet worden und höhere Volatilität an den Märkten ist nach unserem Dafürhalten für die letzte Phase eines Aktienmarktzyklus auch nichts Ungewöhnliches. Zusätzlich ist die Zahl der Krisen in den letzten Monaten gestiegen. Insbesondere der wachsende Protektionismus hat das Potenzial, den Wachstumszyklus nachhaltig zu schwächen.

Die laufende Korrekturbewegung hat den DAX binnen einer Woche um rund sieben Prozent nachgeben lassen, Technologieaktien in den USA (Nasdaq 100) verloren sogar rund zehn Prozent an Wert. Die Korrektur eröffnet Einstiegschancen. Schnäppchenjäger sollten verstärkt aktiv werden.

Bislang haben die unterschiedlichen Krisen die Unternehmensgewinne noch nicht nennenswert geschwächt. Diese sind das Rückgrat der stabilen Entwicklung an den Finanzmärkten. Zudem sind die genannten Indizes nun durch die Korrektur deutlich günstiger. Sollte sich eine nachhaltige Abschwächung der Ertragsaussichten zeigen, dürfte sich der (Wieder-) Einstieg in den Aktienmarkt zwar als Fehler erweisen. Derzeit rechnen wir jedoch nicht mit einem solchen Szenario sondern bauen darauf, dass unsere Annahmen bezüglich der volkswirtschaftlichen Entwicklung, nämlich ein im Großen und Ganzen stabiles, maßgeblich von den USA gestütztes, globales Wachstum, den Unternehmen auch weiterhin Ertragschancen bietet.

Kurzfristig sprechen nach unserer Einschätzung zwei Dinge für einen Erfolg der empfohlenen Schnäppchenjäger-Strategie. Zum einen sind positive Kursentwicklungen zum Jahresende im Rahmen saisonaler Muster grundsätzlich wahrscheinlich („Jahresendrallye“). Zum anderen hegen wir die Hoffnung, dass sich US-Präsident Trump in Bezug auf seine aggressive und Unsicherheit verbreitende Rhetorik nach überstandenen Mid-Term-Elections (6. November) eine Verschnaufpause gönnt.

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