Inflationsrate im Euro-Raum: Kaum Bewegung bei der Teuerung

Die Inflationsentwicklung im Euro-Raum blieb im Februar moderat. Die Schnellschätzung wies für den abgelaufenen Monat eine Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Prozent aus. Im Januar lag die Teuerungsrate noch bei 1,4 Prozent. Ein höherer Preisanstieg wurde im Bereich Energie und bei unverarbeiteten Lebensmitteln verzeichnet, bei den Dienstleistungen schwächte sich der Preisauftrieb dagegen ab. Binnenwirtschaftlich bleibt der Preisdruck moderat, denn die Kernrate blieb mit 1,2 Prozent unverändert. Vom Inflationsziel der EZB von „unter, aber nahe 2,0 Prozent“ bleibt der Euro-Raum weiterhin ein Stück entfernt. Dies dürfte auch im Gesamtjahr so bleiben.

Auch auf Länderebene zeigte sich in den Volkswirtschaften, die ebenfalls schon erste Schätzungen zur Preisentwicklung abgegeben haben, nur eine geringe Dynamik. In Deutschland blieb der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) unverändert bei 1,7 Prozent, in Frankreich stieg er leicht von 1,4 auf 1,5 Prozent. Die italienischen Verbraucherpreise legten nach 0,9 Prozent im Vormonat um 1,2 Prozent zu und in Spanien um 1,1 Prozent nach 1,0.

In der Tendenz dürfte es in den kommenden Monaten nicht viel Bewegung bei der Inflationsrate im Euro-Raum geben. Der binnenwirtschaftliche Preisdruck bleibt vor dem Hintergrund der konjunkturellen Abschwächung weiterhin nur moderat. Extern bedingte Preissteigerungen, etwa durch einen deutlich höheren Rohölpreis, zeichnen sich auch nicht ab. Wir erwarten im weiteren Jahresverlauf beim Ölpreis nur noch leichte Anstiege, die aber weitestgehend hinter dem Niveau des Vorjahres zurückbleiben dürften. Mit 1,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2019 dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise in der EWU moderat bleiben. Dies freut in der Summe die Verbraucher und lässt die EZB weiter grübeln.

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