Starke Exportabhängigkeit wird auch in Japan zum Problem

Die Stimmung der japanischen Unternehmen hat im ersten Quartal des Jahres stark gelitten. Der vierteljährliche Umfrageindex der Bank of Japan (Tankan-Index) ist zuletzt auf ganzer Linie eingeknickt. Bei den großen exportorientierten Industrieunternehmen sank die Beurteilung der aktuellen Lage von 19 auf nur noch 12 Punkte. Das war schwächer als allgemein erwartet worden war und der tiefste Wert seit zwei Jahren. Bei den großen Dienstleistern sank der Index von 24 auf 21 Punkte. Bezogen auf alle Unternehmen (alle Sektoren und alle Größenklassen) ging der Tankan von 16 auf 12 Punkte zurück.

Mehrere Faktoren dürften zum Stimmungseinbruch geführt haben:

  • Erstens hat sich durch den Handelsstreit der USA mit China auch das Umfeld für Japans Exporte deutlich getrübt. Japan liefert viele Vorprodukte für Chinas Exportindustrie und ist so von deren Einbußen im US-Geschäft mit betroffen.
  • Zweitens ist auch – unabhängig von Handelskonflikten – die Weltwirtschaft nun in eine Phase schwächeren Wachstums eingetreten, was die exportintensive japanische Wirtschaft hart trifft.
  • Drittens ist auch in Japan selbst das wirtschaftliche Umfeld derzeit nicht rosig, die Konjunktur schwächelt deutlich.
    Insgesamt spiegelt sich damit die weltwirtschaftliche Verlangsamung auch in der japanischen Wirtschaft wider. Wobei die eigene japanische Malaise noch verstärkt wird.

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