Die Angst vor der Abkühlung

Der Brexit wurde erneut verschoben. Nun bis Halloween. Die Rahmenbedingungen sind für Großbritannien jedoch nicht sehr attraktiv und man kann weiter hoffen, dass der vorliegende Austrittvertrag doch noch angenommen wird. Auch politische Konsequenzen für Frau May sollte man nun nicht mehr ausschließen.

Damit wurde ein ungeregelter Brexit abermals umschifft. Aus Sicht der Notenbanken sicherlich eine sehr willkommene Entwicklung. Denn die Realisierung eines der politischen Risiken könnte das fragile Wachstumsumfeld deutlich stören. Eine spürbare Verschlechterung der konjunkturellen Lage würde die Mehrheit der Zentralbanken wiederum vor ein schier unlösbares Problem stellen. Agieren sie proaktiv, werden sie schnell an ihre Grenzen stoßen und könnten sich gezwungen sehen, zu immer unorthodoxeren Maßnahmen zu greifen. Dies könnte eine Vertrauenskrise auslösen. Das gleiche Risiko bestünde jedoch auch für den Fall, dass Zentralbanken (zu) passiv blieben.

Es gibt aber auch positive Meldungen von der konjunkturellen Seite. So mehren sich die positiven Signale für die chinesische Konjunktur. Die Regierung in Peking hat auf die Belastungen des Handelsstreits reagiert und einen ganzen Reigen an Maßnahmen initiiert. Diese zeigen nun langsam Wirkung. Insgesamt sollte sich dies mittelfristig auch leicht positiv auf die Weltkonjunktur auswirken. In unseren Wachstumsprognosen sind diese Effekte bereits beinhaltet und bieten kein Aufwärtspotential. Aber die teilweise schlechte Stimmung an den Finanzmärkten in Bezug auf die Konjunktur könnte sich wieder etwas aufhellen.

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