Keine Aufbruchstimmung unter den Einkaufsmanagern im Euro-Raum

Ein schwungvoller Start in das zweite Quartal sieht anders aus. Der umfassende Composite-Einkaufsmanagerindex für den Euro-Raum ist im April leicht von 51,6 auf 51,3 Indexpunkte gesunken. Dabei gab das Stimmungsbarometer für den Dienstleistungsbereich etwas nach. Das Pendant für das verarbeitende Gewerbe stieg um 0,3 Punkte, blieb aber mit 47,8 Zählern unter der Wachstumsschwelle.

Die Dienstleister in Deutschland und in Frankreich zeigten sich optimistischer, während das verarbeitende Gewerbe noch immer mit Nachfrageproblemen zu kämpfen hat. Dies dämpft den Optimismus. Die Bedenken konzentrierten sich gemäß den befragten Einkaufsmanagern auf die zunehmende politische Unsicherheit einschließlich Brexit, Handelskriege und Protektionismus. Auch der Automobilsektor wurde erneut häufig als Problembereich genannt. In der Summe hat sich an den Belastungsfaktoren in der europäischen Privatwirtschaft im April nichts geändert. Auf Basis der vorliegenden Befragungsindikatoren dürfte damit keine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im Euro-Raum zu erwarten sein, zumal sich im Rest des Währungsgebiets die Stimmungslage zuletzt wohl schlechter entwickelt hat als in Frankreich und Deutschland.

Die Stimmung der deutschen Einkaufsmanager bleibt zum Beginn des zweiten Quartals 2019 zweigeteilt. Das Stimmungsbarometer bei den Dienstleistern konnte sich das vierte Mal in Folge verbessern und liegt deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Indexpunkten. Hier trägt die robuste Binnennachfrage. Im verarbeitenden Gewerbe herrscht weiterhin Tristesse, denn mit 44,5 nach 44,1 Indexpunkten im Vormonat bleibt die Stimmungslage mehr als gedämpft.

In Frankreich hat sie sich in der Privatwirtschaft nach den schwachen Vormonaten leicht verbessert. Der Composite-Einkaufsmanagerindex stieg um 1,1 Punkte und liegt mit 50 Zählern genau auf der Wachstumsschwelle. Dies ist den Dienstleistern zu verdanken, deren Messzahl wieder in den Wachstumsbereich stieg. Der Index für das verarbeitende Gewerbe bleibt dagegen unterhalb der Wachstumsschwelle. Auch hier sorgt eine schwache Exportnachfrage für Bedenken.

 

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