Die Risiken sind nicht verschwunden

So rapide, wie es Ende letzten Jahres an den Aktienbörsen nach unten ging, so schnell haben sich die Kurse im Jahr 2019 auch wieder erholt. Die US-Börsen stehen sogar schon wieder kurz vor Erreichen eines Allzeit-Hochs, und auch in Europa und Deutschland sind die Kurse in den vergangenen Wochen kräftig angestiegen.

Maßgeblich zur Kursrally beigetragen haben sicherlich positivere Wirtschaftsdaten, insbesondere aus China. Hier könnten die fiskalischen Stützungsmaßnahmen für die lahmende Konjunktur erste Früchte tragen. Daneben scheint sich bei den US-chinesischen Handelsgesprächen eine Einigung abzuzeichnen, eine weitere Eskalation in diesem Handelsstreit ist unwahrscheinlicher geworden. Zudem ist die Geldpolitik in den USA und Europa auf eine neutralere bzw. expansivere Linie umgeschwenkt.

Das alles hat auch bei den Schwellenländerwährungen zu einer Neuorientierung der Investoren geführt. Währungen wie der Mexikanische Peso, der Südafrikanische Rand und der Russische Rubel stechen besonders positiv hervor, sie haben kräftige Kursgewinne eingefahren. Gleichzeitig sind sichere Häfen wie der Schweizer Franken in den letzten Wochen unter Abgabedruck geraten.

Doch die größere Risikofreude der Investoren muss nicht anhalten. Die Risiken für die globale Konjunktur sind nicht verschwunden, und bislang bleiben die Perspektiven für die Weltwirtschaft angeschlagen. Die aktuelle Stimmungsaufhellung dürfte also anfällig für Rückschläge bleiben.

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