Kräftiges Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal – dank einiger Sondereffekte

Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um stattliche 3,2 Prozent gewachsen, der Marktkonsens hatte nur eine Steigerung um rund 2 Prozent erwartet. Allerdings sorgten Verzerrungen beim Außenhandel und eine erneute Aufstockung bei den Lagerbeständen ebenso für einmaligen Schub nach oben wie auch die Ausgaben des öffentlichen Sektors. Im laufenden und in den kommenden Quartalen werden sich diese Effekte wohl in ihr Gegenteil umkehren und dann das Wachstum belasten. Mit einem ähnlich hohen Tempo ist im weiteren Jahresverlauf also kaum zu rechnen. Als eine Seifenblase oder einen „trügerischen Schein“ sollte man die jüngsten BIP-Daten aus den Vereinigten Staaten aber dennoch nicht bezeichnen. Auch ohne die Sonderfaktoren ergibt sich immer noch ein robustes Wirtschaftswachstum, und das trotz „Shutdown“, historischer Kältewelle zu Jahresbeginn und verhaltener Weltkonjunktur.

Letztlich dürfte sich die amerikanische Notenbank aber in ihrer Kursänderung bestätigt sehen. Dafür spricht beispielsweise die Stagnation bei den Investitionen in Maschinen und andere Anlagen. Für weniger bedenklich halten wir das verhaltene Wachstum beim privaten Konsum in Q1. Einerseits zeigt sich diese Entwicklung meist zu Beginn eines Jahres (trotz der üblichen Saisonbereinigung) und zum anderen traten bei der Konsumfreude die vorübergehende Schließung einiger Bundesbehörden und das eisige Winterwetter auf die Bremse. Von daher spricht vieles dafür, dass der private Konsum als wesentlicher Konjunkturmotor im weiteren Jahresverlauf für solides Wachstum der US-Wirtschaft sorgt. Auch das hohe Niveau der Stimmungsindikatoren und die gute Arbeitsmarktlage weisen in diese Richtung.

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