Österreich auf dem Weg zu niedrigeren Steuern

Die österreichische Wirtschaft hat ihre langsame Gangart zu Jahresbeginn 2019 beibehalten. Das Wirtschaftswachstum betrug zwischen Januar und März unverändert 0,3% gegenüber dem Vorquartal. Auch in den kommenden Monaten rechnen wir nur mit einer geringen wirtschaftlichen Dynamik. Besonders der Außenhandel birgt Risiken.

Einen Impuls durch höhere Konsumausgaben und steigende Investitionen könnte mittel- bis langfristig die geplante Steuerreform bringen. Sie ist daher zu begrüßen. Die veröffentlichten Eckpunkte der Reform sehen ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor. Das Entlastungsvolumen ist mit jährlich 8,3 Mrd. Euro ab 2022 durchaus beträchtlich. Besonders Bürger mit niedrigen oder mittleren Einkommen sollen in den kommenden Jahren profitieren. Die Steuerreform hält aber auch eine Entlastung der Unternehmen bereit. Getrieben wird dieses Vorhaben vor allem von dem Steuerwettbewerb mit Osteuropa.

Die österreichische Regierung will trotz der spürbaren Steuersenkungen im Wesentlichen auf neue Steuern oder Steuererhöhungen an anderer Stelle verzichten. Gleichzeitig soll es aber auch keine neuen Schulden geben. Die gesamtstaatliche Verschuldung soll in den nächsten Jahren gesenkt werden und schließlich 2023 die 60%-Marke unterschreiten. Am Ende könnte die Steuerreform jedoch die Budgetpläne durchkreuzen. Bei solidem Wirtschaftswachstum wird aber wohl auch keine große Lücke im Haushalt entstehen.

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