In der Achterbahn

Die Achterbahnfahrt an den Finanzmärkten geht weiter. Wie bislang schon werden die stärksten Kurvenfahrten durch die politische Entwicklung initiiert, hauptsächlich von US Präsident Trump. Zuletzt ging es viel um den Zollstreit mit China. Damit verbunden sind natürlich Sorgen um die Stabilität des Weltwachstums. Trump kennt nur wenige Grenzen, da wundert es nicht, dass er auch versucht die US Notenbank für die Erreichung seiner Ziele einzuspannen. Damit kommt die eigentlich bislang unantastbare Unabhängigkeit der Notenbanken in das Blickfeld und wird zumindest etwas in Frage gestellt. Immerhin ist die Verunsicherung so stark gewachsen, dass EZB Chef Draghi diese Sorge öffentlich anspricht.

Die sorgenvolle Stimmungslage der Investoren kann man an unterschiedlichen Gradmessern festmachen. So liegen die Renditen der 10 Jahres-Bundesanleihe seit Anfang Mai unter 0% und haben zuletzt ein Niveau von -0,1% erreicht. Aber auch nicht etablierte Assetklassen, wie Kryptowährungen, können von dieser Entwicklung profitieren. Diese feierten in den letzten Wochen kräftige Kursanstiege. Kryptowährungen sind zurzeit noch eine Möglichkeit das zentralbankgesteuerte Finanzsystem zu verlassen, daher könnten die jüngsten Kursanstiege auch ein Hinweis sein, dass die Sorgen über die Stabilität des Finanzsystems wieder zunehmen. Wie nachhaltig dies ist, hängt hauptsächlich von den politischen Akteuren ab. Deren Handlungen sind zunehmend schwerer zu prognostizieren.

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