Schwächere Weltkonjunktur trifft auch den Mittelstand

Die weltweite Konjunkturabschwächung trifft auch den deutschen Mittelstand, wenn auch nicht so stark wie viele Großunternehmen. Denn der Mittelstand ist im Durchschnitt weniger exportorientiert und mehr auf die Binnenkonjunktur ausgerichtet. Das sorgt in der Regel für einen etwas stabileren Geschäftsverlauf.

Für den Maschinenbau in Deutschland, der ebenfalls stark mittelständisch geprägt ist, trifft dies jedoch nicht zu. Er leidet bereits jetzt ganz erheblich unter dem US-chinesischen Handelskonflikt und der Schwäche des Welthandels. Denn die Vereinigten Staaten und China sind mit Abstand die wichtigsten Zielländer für die Exporte der stark international ausgerichteten deutschen Maschinenbauer.

Während sich unter den deutschen Mittelständlern eine Vielzahl von Weltmarktführern in ihren oft sehr spezifischen Marktsegmenten finden, hat sich die internationale Konkurrenzsituation für die breiter aufgestellten deutschen Großunternehmen in den letzten Jahren offensichtlich erheblich verschärft. Jedenfalls finden sich immer weniger deutsche Unternehmen in der Top 500-Rangliste der weltweit größten Unternehmen nach Börsenwert.

Sieben von zehn der weltweit wertvollsten Unternehmen sind heute Technologieunternehmen aus den USA und China. Der europäische Technologiesektor hingegen hat den Anschluss in der Breite verpasst. Einzig SAP kann in seinem Markt noch eine wichtige Rolle spielen. Insgesamt mangelt es hierzulande derzeit an Spitzenunternehmen in Schlüsselindustrien, in diesem Punkt hat Wirtschaftsminister Altmaier zweifellos Recht.

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