Sommerruhe fällt aus

Die sommerliche Ruhe fällt dieses Jahr aus. Die Krisen dieser Welt verschärfen sich allenthalben. Dabei steht natürlich die Entwicklung des Handelskonflikts zwischen USA und China im Mittelpunkt der Diskussion an den internationalen Finanzmärkten und auch hier dreht sich die Eskalationsschraube munter weiter. Langsam zeigen sich hier auch realwirtschaftliche Folgen. Das Welthandelswachstum stagniert und die Wachstumsperspektiven verdüstern sich – die exportorientierten Volkswirtschaften sind dabei überproportional betroffen.

Dies geht nicht spurlos an den Bilanzen der Unternehmen vorbei. In der laufenden Berichtssaison gab es bereits einige Gewinnwarnungen und die Qualität der Unternehmensbilanz hat sich im Durchschnitt verschlechtert. Insgesamt hat sich der Ausblick spürbar eingetrübt. Die Aktienmärkte haben diese Entwicklung bislang ignoriert. Jedoch mit der Ankündigung, dass die Zölle in den USA für chinesische Einfuhren weiter ausgeweitet werden sollen, sind die Dämme nun doch gebrochen. Auch wenn der Ausblick für die Aktienmärkte nicht vielversprechend ist, könnten die negativen Renditen bei Anleihen mit guter Bonität stabilisierend für die Aktienmärkte wirken. Bei der Suche nach positiven Renditen fallen die Dividenden-renditen in Auge. Zwar dürften diese das aktuelle Niveau von rund vier Prozent im Eurostoxx50 in den kommenden Quartalen nicht halten, sollten aber im weiteren Verlauf nicht unter drei Prozent fallen. Im Vergleich zu Anleihen sind Aktien damit weiterhin eine positive Anlage, jedoch sollte man dabei einen etwas längeren Anlagehorizont haben.

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