Geschäftsklima fällt auf niedrigsten Stand seit Ende 2012, auch Dienstleister belasten

Im August hat sich der Negativtrend beim ifo Geschäftsklimaindex Deutschland fortgesetzt. Der Index fiel von 95,8 Punkten auf 94,3 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit November 2012. Dabei sanken die Geschäftserwartungen von 92,1 Zähler auf 91,3 Zähler und damit auf ein Niveau, das sie zuletzt während der Finanzmarktkrise aufgewiesen haben. Die Bewertung der aktuellen Lage trübte sich in diesem Monat sogar noch deutlicher von 99,6 Punkten auf 97,3 Punkte ein. Schwächer fiel die Lagebewertung zuletzt im November 2014 aus. Das Geschäftsklima der Unternehmen in Deutschland hat sich damit von seinen Höchstständen von vor eineinhalb Jahren mittlerweile weit entfernt.

Dabei bleibt die Stimmungseintrübung schon längst nicht mehr auf das verarbeitende Gewerbe beschränkt. Selbst viele Dienstleistungsunternehmen können sich dem Abwärtstrend inzwischen nicht mehr entziehen, das Geschäftsklima im Dienstleistungssektor ging deutlich zurück. Hier zeigt sich die Abhängigkeit der unternehmensnahen Dienstleister von der Nachfrage aus dem Industriesektor, die zuletzt merklich nachgegeben hat.

Aber auch die anderen Sektoren Bau, Einzelhandel und Großhandel konnten in diesem Monat ihr Vormonatsergebnis nicht halten. Obwohl immerhin das Stimmungsniveau der Unternehmen im Bauhauptgewerbe dennoch weiterhin vergleichsweise hoch bleibt, hat die Stimmungseintrübung nun auch die deutsche Binnenwirtschaft erreicht.

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