Wachstumsinseln verschwinden

Die Konjunkturdynamik verliert an Schwung. Nicht nur in Deutschland, in allen Ländern kann man diese Entwicklung beobachten. Selbst Wachstumsinseln, wie Polen, können sich hiervon nicht abkoppeln. Die internationale Verflechtung ist viel zu groß geworden, als dass sich Länder nachhaltig diesem globalen Trend entziehen können. Die Synchronisierung der Weltwirtschaft wird durch den gleichzeitigen Einsatz fiskalpolitischer Instrumente weiter verstärkt. So laufen nun Geld- und Fiskalpolitik zunehmend im Gleichschritt.

Deutschland spielt hier eine besondere Rolle. In Deutschland überlagern sich zwei Entwicklungen. Zum einen der zyklische Konjunkturabschwung und zum anderen die Strukturkrise in der Automobilindustrie. Hier gilt es nun darauf zu achten, dass die Strukturkrise sich nicht verfestigt und zu einer nachhaltigen Konjunkturkrise führt. Dies erfordert von den Unternehmen nun zum Teil mutige Entscheidungen hinsichtlich der zukünftigen Aufstellung. Das politische Umfeld ist hierfür jedoch wenig hilfreich, da man kaum noch verlässliche Rahmenbedingungen vorfindet.

Mit Libra, der digitalen Währung von Facebook, zeigt sich einmal mehr, dass die Grenzen zwischen Banken und Nicht-Banken verwischen. Den Wettbewerb der Ideen sollte man zulassen und nicht durch regulatorische Eingriffe ersticken. Jedoch sollte man auch darauf achten, dass für alle Beteiligten dieselben Spielregeln gelten. Es kann nicht sein, dass Banken in vergleichbaren Geschäftsfeldern durch hohe regulatorische Auflagen und Reserveanforderungen einen Wettbewerbsnachteil erleiden.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 3.75

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *