US-Notenbank macht Pause… bis zur nächsten Krise

Das gestern Abend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbanksitzung vom 29. und 30. Oktober zeigt, dass die Währungshüter die Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick weiterhin als hoch einstufen. Vor diesem Hintergrund sei eine Leitzinssenkung angebracht gewesen, wenn die Entscheidung hierfür auch knapp ausgefallen war.

Die meisten FOMC-Mitglieder waren jedoch auch der Meinung, dass die geldpolitische Ausrichtung nach dem jüngsten Zinsschritt nun angemessen sei. Damit sind weitere Zinssenkungen erst einmal unwahrscheinlich geworden. Für eine Fortsetzung der Zinssenkungen müsste sich der konjunkturelle Ausblick wieder merklich verschlechtern. Die Risiken, die mit dem nach wie vor schwelenden Handelskonflikt mit China einhergehen, sind groß und können auch schnell zu einem bedeutenden Konjunkturrisiko werden.

Über den Stand der Verhandlungen zwischen den USA und China gibt es unterschiedliche Interpretationen. Festzuhalten bleibt aber, dass beide Seiten eine positive Entwicklung begrüßen dürften. Auf chinesischer Seite wären gute Nachrichten eine willkommene Ablenkung vom Konflikt rund um Hongkong. Und US-Präsident Trump hätte in der laufenden Impeachment-Anhörung sicherlich auch nichts gegen eine positive Entwicklung. Am Ende dürfte der Kompromiss zwar recht mager sein, aber es wird viele schöne Bilder geben, die beide Parteien nutzen können.

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