Inflationsrate im Euroraum verlässt Dreijahrestief

Im November hat sich die Inflationsrate wieder etwas erhöht. Gemäß der Schnellschätzung lag im abgelaufenen Monat die Steigerungsrate der Verbraucherpreise im Euroraum bei 1,0%, nach 0,7% im Vormonat. Dieser Anstieg der Inflation ist auf eine stärkere Dynamik bei den Preisen von unverarbeiteten Lebensmitteln und Dienstleistungen zurückzuführen. Die Preisentwicklung der sonstigen Güter blieb moderat. Dagegen sanken die Energiepreise erneut in einem ähnlichen Umfang wie schon im Vormonat. Dies ist vor allem auf die im Jahresvergleich niedrigere Notierung von Rohöl zurückzuführen, was sich an den Tankstellen bemerkbar machte.

In allen großen Mitgliedsländern hat sich die Teuerungsrate zuletzt etwas beschleunigt. In Deutschland und Frankreich stieg die Jahresrate jeweils von 0,9% auf 1,2% an. In Spanien stieg die Rate von 0,2% auf 0,5% und in Italien von 0,2% auf 0,4%.

Insgesamt bleibt die Inflationsentwicklung im Euroraum trotz des jüngsten Anstiegs aber weiterhin verhalten. Im Falle der stärkeren Preisdynamik bei Lebensmitteln und Dienstleistungen dürfte es sich um einmalige Effekte gehandelt haben, die sich in den kommenden Monaten zurückbilden sollten. Dagegen werden die negativen Ausschläge von den Energiepreisen wohl allmählich auslaufen. Unterm Strich dürften damit die Verbraucherpreise im Währungsgebiet in den kommenden Monaten weiter nur moderat steigen. Wir gehen von Preissteigerungsraten von etwas mehr als 1% aus.

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