Bewertung der Aktienmärkte klettert immer höher

Das Bewertungsniveau der Aktienmärkte ist deutlich angestiegen. Innerhalb der letzten 15 Jahre lag das Kurs- Gewinn-Verhältnis (KGV) des DAX nur Anfang 2015 höher, als die EZB erstmals Anleihen am Markt kaufte. Hier zeigt sich eine interessante Parallele, da die EZB im November, nach kurzer Pause, das Anleihekaufprogramm reaktivierte.

DAX-KGV deutlich angestiegen

Gleichzeitig fällt jedoch die Wachstumsdynamik der Unternehmensgewinne weiterhin sehr schwach aus. Die Gewinne der DAX-Konzerne werden das zweite Jahr in Folge sinken. Die Kursentwicklung wird somit vollständig durch eine Bewertungsexpansion gespeist und beruht maßgeblich auf der Hoffnung, dass es im nächsten Jahr besser laufen wird. Ähnliche Muster zeigen auch bei den meisten der großen Indizes.

 

Zwar kommen sowohl seitens der Einkaufsmanagerindizes als auch der Gewinnrevisionen positive Signale, die Unsicherheiten bleiben jedoch hoch. Weder für den Handelsstreit noch im Falle des Brexits konnte bisher eine finale Lösung präsentiert werden.

Insgesamt zeigt sich eine äußerst positive Stimmung an den Kapitalmärkten mit steigenden Kursen und geringer Volatilität. Das Bewertungsniveau ist zuletzt über die erste obere Standardabweichung geklettert: Dies sollte zur Vorsicht mahnen. Der Euphorie im Jahr 2015, ausgelöst durch die Geldflut der EZB, ging durch schwache realwirtschaftliche Daten relativ schnell die Luft aus. Nur leicht enttäuschende Daten könnten daher schon ausreichen, dass der Markt vorübergehend in den Konsolidierungsmodus schaltet.

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