Alles ruhig

Der geopolitische Start des Jahres 2020 war mit den Entwicklungen im Iran zeitweise turbulent. Es hat sich aber einmal mehr gezeigt, dass keine Partei den Beginn einer Eskalationsspirale riskieren möchte. Dies war besonders augenfällig und auch überraschend beim Iran der Fall. Die Art und Weise der Provokation und anschließender Deeskalation folgt aber einem gewissen Muster, das man auch schon in den letzten Jahren immer wieder beobachten konnte.

Politische Themen dürften in 2020 auch weiterhin bestimmend sein. Allen voran die Wahl des Präsidenten in den USA im November. Hier sprechen viele Gründe für die Wiederwahl von Trump. Das schwelende Impeachment-Verfahren könnte ihm zwar noch die Wiederwahl verhageln. Aber hierfür müssten noch deutlich mehr Beweise und belastendes Material gegen Trump auf den Tisch. Ansonsten sollte sich der US-Präsident auf seine Mehrheit im Senat verlassen können. Für Europa stehen neben dem Brexit unmittelbar keine politischen Großereignisse an, aber bei der Vielzahl der schwachen Regierungen kann es immer wieder zu Neuwahlen kommen.

Die Zentralbanken scheinen sich dagegen auf ein eher ruhiges Jahr einzustellen. Das Wachstum stabilisiert sich um das Potentialniveau und die Inflationsentwicklung ist unauffällig. Wenn sich dies nicht deutlich ändert, sollte man kaum mit einem nachhaltigen Trend bei den Leitzinsen rechnen. Zumal es an den Finanzmärkten keine wirklichen Verspannungen gibt. Zwar sind die Assetmärkte hoch bewertet, was hauptsächlich den niedrigen Zinsen geschuldet ist, eine größere Korrektur ist im aktuellen Umfeld aber auch unwahrscheinlich.

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