Das Virus und seine Ausbreitung

Der weitere Verlauf der Corona-Epidemie ist auch für die medizinischen Experten nicht wirklich vorherzusehen. Auf der einen Seite sorgten in den letzten Tagen sinkende Fallzahlen von Neuinfektionen in China zeitweise für eine gewisse Erleichterung, auch wenn der Einfluss der unterschiedlichen Diagnosemethoden schwer zu durchschauen ist. Auf der anderen Seite scheint in Südkorea nun der erste größere Corona-Ausbruch außerhalb Chinas registriert worden zu sein, was die Nervosität wieder verstärken könnte.

Klar ist, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie erheblich sein werden. Das gilt selbst dann, wenn sich die Krankheit nun tatsächlich auf dem Rückzug befindet und noch im ersten Quartal weitgehende Entwarnung gegeben werden kann. Denn die wirtschaftlichen Schäden durch den Produktionsausfall in Fabriken, durch die Störung von Lieferketten, durch eingeschränkte Konsummöglichkeiten und durch die Ausfälle im Reiseverkehr sind vor allem für China und die asiatischen Anrainerstaaten schon jetzt beträchtlich.

Leider ist auch nicht auszuschließen, dass sich die Infektion über die Grenzen Chinas hinaus weiter ausbreitet und in eine Pandemie mündet. Selbst wenn es sich hierbei um ein recht unwahrscheinliches Risikoszenario handelt, so ist es angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen durchaus relevant. In unserer Analyse kommen wir zu dem Schluss, dass in diesem Fall eine globale Rezession zu befürchten wäre, die sich an den Aktienmärkten in scharfen Kursverlusten niederschlagen würde. Rückgänge von 30 Prozent wären aus unserer Sicht wahrscheinlich.

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