Finanzmarkt ist in Sorge

Die Corona-Pandemie schlägt uns in ihren Bann. Obwohl es bislang, außer in Bezug auf China, keine handfesten Hinweise auf die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Grippewelle gibt, haben sich Angst und Verunsicherung durch die Kapitalmärkte gepflügt. Die Aktienmärkte haben in den letzten Tagen gut 10 Prozent verloren. Die US Notenbank hat überraschend die Zinsen um 50 Basispunkte gesenkt und die Renditen sind nahe am Allzeittief. Die Finanzmärkte haben eine deutliche wirtschaftliche Abschwächung eingepreist, wenn nicht mehr.

Die zunehmenden Sorgen über einen Zusammenbruch der Weltwirtschaft oder zumindest eine deutliche Verlangsamung der weltweiten wirtschaftlichen Aktivität spiegeln sich auch in spürbaren Prognosesenkungen wider. Während sich diese Entwicklung in den harten wirtschaftlichen Daten aus Europa oder den USA bislang noch nicht abzeichnet, gibt zumindest die hohe Zahl an abgesagten Großveranstaltungen hier einen ersten Eindruck, dass es zu einer wirtschaftlichen Abschwächung kommen dürfte.

Das Corona-Virus ließ sich bisher nicht aufhalten, aber der durchschnittliche Krankheitsverlauf scheint bislang doch eher milde zu sein. Zudem sind die Risikogruppen klar definiert. Die Unsicherheit über die Folgen der Grippewelle ist aber weiterhin sehr hoch. Die Finanzmärkte haben bereits viel vorweggenommen, was sich auf der realwirtschaftlichen Seite erst noch ergeben muss. Daher sollte man auf weitere Schreckensszenarien nicht mit Hektik reagieren, sondern der Realität auch etwas Raum geben.

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