Corona: Prozyklische Wirkungen vermeiden

Die Zahl der Coronainfizierten steigt außerhalb von China weiterhin dynamisch an. Bislang haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sich noch nicht positiv bemerkbar gemacht.

Jedoch können wir auch nicht sagen, wie der Verlauf gewesen wäre, ohne alle die Maßnahmen. Es ist daher damit zu rechnen, dass man den jetzigen Zustand eventuell erweitert. Die wirtschaftlichen Folgen werden natürlich sehr tiefgreifend sein. Konjunkturdaten aus China haben heute einen ersten Eindruck vermittelt.

Nun gilt es allerdings auf prozyklische Wirkungen von Reaktionen zu achten. Ratingagenturen haben hierbei eine ganz zentrale Stellung.
Sicherlich haben die Ratingagenturen in den nächsten Wochen viele Gründe, die Ratings für Unternehmen und Länder nach unten zu nehmen. Jedoch ist es die Frage, ob dies in der jetzigen Situation sehr sinnvoll ist. Durch die Herabstufung werden üblicherweise Mechanismen ausgelöst, die im jetzigen Umfeld die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der betroffenen Unternehmen oder Länder noch deutlich vergrößern können. Diese Effekte können sich summieren und die Hilfsmaßnahmen der Länder schnell an die Belastungsgrenzen bringen. Dies gilt es nun zu verhindern, da ansonsten das System insgesamt sehr angespannt werden wird.

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