Was uns auf dem Arbeitsmarkt noch bevorsteht

Die heute veröffentlichten Daten für die Entwicklung der Arbeitslosenzahl im März waren auf den ersten Blick beruhigend. Saisonbereinigt ist die Anzahl der Arbeitslosen um gerade einmal 1.000 angestiegen. Allerdings sind in dieser Statistik nur die Anträge auf Arbeitslosengeld enthalten, die bis zum 12. März eingegangen sind. Der Großteil des Corona-Effektes ist in diesen Daten also noch nicht enthalten.

Aufschlussreicher war dagegen die etwas später veröffentlichte Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit, die bei der Bundesagentur für Arbeit bis zum 27. März eingegangen sind. Diese Anzeigen sind im abgelaufenen Monat (auf Personenbasis) auf über eine Million angestiegen. Selbst zum Höhepunkt der Finanzkrise im Februar 2009 war die Zahl der Kurzarbeiter „nur“ auf etwas über 700.000 gestiegen. Das zeigt, dass in der aktuellen Krise deutlich mehr Betriebe und Branchen betroffen sind als damals. Deshalb ist auch von einem deutlich stärkeren Effekt der Rezession auf den deutschen Arbeitsmarkt auszugehen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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