Mittelstand vom Shutdown hart getroffen

Die Corona-Pandemie erfasst den Mittelstand wie kaum eine Krise zuvor. Trotz der eigentlich guten Risikovorsorge ist die Herausforderung für die Unternehmen angesichts der hohen Unsicherheit über die Dauer der Krise überaus hoch.

Vor dem eigentlichen Shutdown bewerteten in diesem Frühjahr noch mehr als drei Viertel der befragten mittelständischen Unternehmen ihre Geschäftslage mit „gut“ oder „sehr gut“. Als „eher schlecht“ oder „schlecht“ schätzten weniger als ein Viertel der Mittelständler ihre aktuelle Lage ein. Nach dem Shutdown hielten sich die positiven und negativen Bewertungen dagegen nur noch nahezu die Waage. Besonders große Sorgen machen sich die Mittelständler im Metall-, Maschinen- und Automobilbau und in den Dienstleistungen.

Direkt betroffen von einer Betriebsschließung waren zwar „lediglich“ knapp 6 Prozent der Mittelständler. Einzelne Sektoren hat der Shutdown jedoch deutlich stärker getroffen: Im Handel musste mehr als jeder zehnte Betrieb schließen. Viele Mittelständler sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. So plant in der aktuellen Krise mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmen mit Kurzarbeit oder setzt diese bereits ein und mehr als jeder fünfte Mittelständler hat bereits einen Sonderkredit beantragt.

Aber nicht nur staatliche Hilfen sind gefragt. Jedes neunte mittelständische Unternehmen richtet seine Produktion oder seine Unternehmenstätigkeit neu aus. Fast zwei Drittel der Befragten versuchen die ausbleibende Nachfrage mit Überstundenabbau und Betriebsurlaub abzufangen und drei Viertel der Mittelständler ermöglichen zumindest Teilen der Belegschaft die Home-Office-Nutzung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf:

http://www.dzbank.de/coronasonderumfrage

 

 

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